SAS-Festplatte: Was ist der Unterschied zu SATA?

Eine SAS-Festplatte ist eine Festplatte mit der Schnittstelle Serial Attached SCSI, gebaut für Server und Speichersysteme. Laut Seagate-Datenblatt überträgt die SAS-Version einer Exos bis zu 12 Gb/s über 2 Anschlüsse (Dual Port), die SATA-Version derselben Platte bis zu 6 Gb/s über 1 Anschluss. SATA-Festplatten laufen an den meisten SAS-Controllern, SAS-Festplatten an einem normalen SATA-Anschluss nicht.
Dieser Ratgeber erklärt, was SAS von SATA unterscheidet, wann sich SAS lohnt, was du für den Anschluss brauchst und was SAS-Festplatten gerade pro TB kosten. Die Angaben stammen aus Datenblättern von Seagate, aus Mitteilungen der SCSI Trade Association, die den SAS-Standard vorantreibt, und aus einer Übersicht von Intel. ratioDB testet keine Festplatten selbst, wir vergleichen Preise und Datenblätter. Die Live-Preise von amazon.de stehen weiter unten (Stand 01.11.2026 um 17:18 Uhr).
Was ist eine SAS-Festplatte?
SAS steht für Serial Attached SCSI. Die Schnittstelle stammt aus der Server-Welt und ist der serielle Nachfolger des älteren parallelen SCSI. SAS-Festplatten stecken in Servern, Speichersystemen und Backplanes, also Platinen mit Einschüben für viele Laufwerke. Im normalen Desktop-PC findest du sie kaum.
SATA (Serial ATA) ist die Schnittstelle, die in fast jedem PC, Notebook und Heim-NAS steckt. Beide Schnittstellen sind seriell und nutzen ähnliche Stecker. Der Unterschied liegt in dem, was sie für den Dauerbetrieb in großen Systemen mitbringen: 2 Anschlüsse pro Laufwerk, gleichzeitiges Senden und Empfangen, höhere Übertragungsraten und zusätzliche Prüfungen der Datenintegrität.
Wichtig für die Einordnung: Die Schnittstelle sagt nichts über die Speichertechnik. Hinter SAS kann eine Festplatte mit Magnetscheiben stecken oder eine SSD. In diesem Ratgeber geht es um Festplatten. SSDs mit SAS oder NVMe in der Bauform U.2 behandelt der Ratgeber U.2 oder M.2.
Was ist der Unterschied zwischen SAS und SATA?
SAS überträgt bis zu 12 Gb/s (SAS-3) oder 22,5 Gb/s (24G SAS), SATA bis zu 6 Gb/s. SAS-Festplatten haben 2 Anschlüsse, senden und empfangen gleichzeitig und prüfen Daten zusätzlich auf dem Weg. SATA-Festplatten haben 1 Anschluss und sind weiter verbreitet.
Die wichtigsten Unterschiede im Überblick:
| Merkmal | SAS | SATA |
|---|---|---|
| Übertragungsrate | 12 Gb/s (SAS-3), 22,5 Gb/s (24G SAS) | 6 Gb/s (SATA III) |
| Anschlüsse am Laufwerk | 2 (Dual Port) | 1 (Single Port) |
| Datenrichtung | gleichzeitig in beide Richtungen (Vollduplex) | abwechselnd (Halbduplex) |
| Kompatibilität | SAS-Controller nimmt auch SATA-Laufwerke | SATA-Controller nimmt keine SAS-Laufwerke |
| Typischer Einsatz | Server, Speichersysteme, Rechenzentrum | PC, Notebook, Heim-NAS, Server |
| Controller im Desktop-PC | meist nicht vorhanden, Zusatzkarte nötig | auf fast jedem Mainboard |
Die Übertragungsraten der SAS-Generationen: SAS-1 mit 3 Gb/s, SAS-2 mit 6 Gb/s, SAS-3 mit 12 Gb/s und SAS-4 mit 22,5 Gb/s, das als "24G SAS" vermarktet wird. Laut der SCSI Trade Association verdoppelt 24G SAS die nutzbare Bandbreite gegenüber 12 Gb/s SAS und bleibt rückwärtskompatibel zu 12 Gb/s und 6 Gb/s SAS. Für eine einzelne Festplatte ist die Schnittstelle allerdings selten die Bremse: Auch die SAS-Version einer Exos 7E10 liest laut Datenblatt höchstens 236 MB/s, das sind rund 1,9 Gb/s.
Was steht im Datenblatt, wenn dieselbe Festplatte als SAS und SATA kommt?
Seagate baut die Exos 7E10 in beiden Versionen. Laut Datenblatt haben SAS und SATA dieselbe Drehzahl, denselben Cache, dieselbe MTBF von 2 Millionen Stunden und 5 Jahre Garantie. Die SAS-Version hat 2 Anschlüsse, 12 Gb/s, Schutzinformationen nach T10 DIF und liest etwas schneller.
Der direkte Vergleich der 6-TB-Modelle aus dem Datenblatt der Exos 7E10:
| Wert laut Datenblatt | Exos 7E10 SATA (ST6000NM000B) | Exos 7E10 SAS (ST6000NM001B) |
|---|---|---|
| Schnittstelle | 6,0, 3,0, 1,5 Gb/s | 12,0, 6,0, 3,0 Gb/s |
| Anschlüsse | 1 (Single) | 2 (Dual) |
| Schutzinformationen T10 DIF | nein | ja |
| Dauerhafte Leserate außen | 215 MB/s | 236 MB/s |
| Drehzahl | 7.200 U/min | 7.200 U/min |
| Cache | 256 MB | 256 MB |
| MTBF | 2.000.000 Stunden | 2.000.000 Stunden |
| Jährliche Ausfallrate (AFR) im Dauerbetrieb | 0,44 % | 0,44 % |
| Betriebsstunden pro Jahr | 8.760 | 8.760 |
| Garantie | 5 Jahre | 5 Jahre |
| Leistung Leerlauf | 7,06 W | 7,24 W |
| Leistung zufälliges Lesen | 11,03 W | 11,34 W |
Das zeigt: Die Mechanik ist gleich, die Zuverlässigkeitswerte im Datenblatt auch. SAS bringt die doppelte Anbindung, die höhere Schnittstellenrate und T10 DIF (Data Integrity Field), eine Prüfsumme, die Fehler auf dem Weg zwischen Controller und Platte erkennt. Dafür braucht die SAS-Version im Datenblatt ein paar Zehntel Watt mehr. Den Workload von 550 TB pro Jahr nennt Seagate für die Reihe insgesamt.
Was bringt Dual Port bei SAS?
Mit Dual Port ist eine SAS-Festplatte über 2 Wege mit dem System verbunden. Fällt ein Controller, ein Kabel oder eine Backplane aus, bleibt die Platte über den 2. Weg erreichbar. Das nennt sich Multipath oder Dual Domain und braucht ein System mit 2 Controllern oder 2 Backplanes.
In einem Heimserver mit 1 Controller bringt der 2. Anschluss nichts, weil es keinen 2. Weg gibt. Seine Stärke spielt Dual Port in Speichersystemen aus, die auch beim Ausfall eines Bauteils weiterlaufen müssen. Das Gleiche gilt für Vollduplex: SAS kann gleichzeitig senden und empfangen. Bei einer einzelnen Festplatte ist der Vorteil im Alltag begrenzt.
Intel hat in einer älteren Übersicht für Server-Boards mit dem Chipsatz C602 weitere Unterschiede zusammengestellt: Laut dieser Tabelle bricht eine SAS-Festplatte die Fehlerkorrektur bei einem defekten Sektor typisch nach 7 bis 15 Sekunden ab, eine SATA-Festplatte erst nach bis zu 30 Sekunden. Intel verglich dort Enterprise-SAS mit Desktop-SATA und weist selbst darauf hin, dass die Angaben veraltet sein können. Auch NAS-Festplatten mit SATA bringen eigene Funktionen für RAID mit, Western Digital nennt für die WD Red zum Beispiel eine RAID-Fehlerkorrektur (error recovery control).
Kann ich eine SAS-Festplatte an einen SATA-Anschluss hängen?
Nein. SAS-Festplatten laufen an keinem reinen SATA-Anschluss und keiner SATA-Backplane. Umgekehrt geht es: SATA-Festplatten laufen an den meisten SAS-Controllern und SAS-Backplanes. Die SCSI Trade Association schreibt dazu, dass SAS weiterhin mit SATA kompatibel ist.
Für den Betrieb einer SAS-Festplatte brauchst du deshalb einen SAS-Controller. Das kann ein Controller auf dem Mainboard eines Servers sein oder eine Steckkarte für PCI Express, ein sogenannter HBA (Host Bus Adapter) oder ein RAID-Controller. Desktop-Mainboards bringen meist nur SATA und M.2 mit. Für den Anschluss in die andere Richtung, also SATA-Laufwerke an einem SAS-Controller, nutzt SAS ein eigenes Protokoll für SATA-Geräte (SATA Tunneling Protocol, STP).
So prüfst du vor dem Kauf, ob eine SAS-Festplatte bei dir läuft:
- Controller klären: Steht im Handbuch deines Servers oder Mainboards ein SAS-Controller, oder hast du eine SAS-Steckkarte? Reine SATA-Anschlüsse reichen nicht.
- Backplane prüfen: Viele Server haben Einschübe mit eigener Platine. Das Handbuch sagt, ob sie SAS oder nur SATA unterstützt.
- Generation abgleichen: Eine SAS-Festplatte mit 12 Gb/s läuft an einem Controller mit 6 Gb/s, dann mit 6 Gb/s. Laut Exos-Datenblatt unterstützt die SAS-Version 12, 6 und 3 Gb/s.
- Kabel einplanen: Zwischen Controller und Festplatte brauchst du das passende SAS-Kabel. Welches, steht im Handbuch des Controllers.
- Sektorformat beachten: Festplatten mit 4Kn-Sektoren brauchen einen Controller und ein System, das dieses Format unterstützt. Was 512e und 4Kn bedeuten, erklärt der Ratgeber Seagate Exos.
Was kostet eine SAS-Festplatte gerade?
Die günstigste neue SAS-Festplatte pro TB ist auf amazon.de gerade Seagate Exos X20 18 TB mit 98,54 € pro TB (18 TB). Zum Vergleich: Der TB-Index aller internen 3,5-Zoll-Festplatten mit SATA liegt bei 43,59 € pro TB (Stand 01.11.2026 um 17:18 Uhr).
Neue SAS-Festplatten auf amazon.de, sortiert nach Preis pro TB, Stand 01.11.2026 um 17:18 Uhr
| SAS-Festplatte | Reihe laut Datenblatt | Kapazität | Drehzahl (U/min) | Preis | Preis pro TB |
|---|---|---|---|---|---|
| Seagate Exos X20 18 TB | Exos X20 | 18 TB | 7.200 | 1.773,70 € | 98,54 € |
| Seagate Exos 7E2000 1 TB | Exos 7E2000 | 1 TB | 7.200 | 214,75 € | 214,75 € |
| Seagate Exos 7E2000 1 TB | Exos 7E2000 | 1 TB | 7.200 | 219,94 € | 219,94 € |
Auf amazon.de finden wir gerade 3 neue SAS-Festplatten, die unter dem Namen des Herstellers verkauft werden. Das Angebot ist deutlich kleiner als bei SATA. Die günstigste SAS-Festplatte kostet pro TB damit rund 93,2 % mehr als die günstigste Exos mit SATA (Seagate Exos X18 16 TB, 51,00 € pro TB, 16 TB). Der TB-Index der SAS-Festplatten liegt bei 214,75 € pro TB.
Gebrauchte SAS-Festplatten können aus ausgemusterten Servern stammen. Prüfe bei solchen Angeboten den Zustand, die Betriebsstunden und die Garantie des Händlers. Worauf es dabei ankommt, steht im Ratgeber Gebrauchte Festplatten.
Alle Angebote findest du unter Festplatten SAS, die SATA-Modelle unter Festplatten intern 3,5 Zoll und Festplatten intern 2,5 Zoll.
Wann lohnt sich SAS statt SATA?
SAS lohnt sich, wenn du einen Server oder ein Speichersystem mit SAS-Controller und SAS-Backplane betreibst, 2 Wege zur Festplatte brauchst oder viele Laufwerke an einem Controller hängen. Für einen PC, ein Heim-NAS oder einen kleinen Heimserver ist SATA die einfachere Wahl.
Die Entscheidung nach Einsatz:
| Einsatz | Empfehlung | Grund |
|---|---|---|
| Desktop-PC | SATA | kein SAS-Controller vorhanden, viel größere Auswahl |
| Heim-NAS | SATA | NAS-Reihen wie IronWolf und WD Red Plus gibt es mit SATA |
| Heimserver mit SAS-HBA | beides möglich | SATA-Platten laufen am SAS-Controller, Preis entscheidet |
| Server mit SAS-Backplane | SAS oder SATA | SAS für 2 Wege und T10 DIF, SATA für die größere Auswahl |
| Speichersystem mit 2 Controllern | SAS | Dual Port für den Weiterbetrieb bei Ausfall |
| Gebrauchter Server, günstig gekauft | SAS gebraucht | gebrauchte SAS-Platten teils günstig, Zustand prüfen |
In einem Heimserver mit SAS-Controller kannst du ebenso SATA-Festplatten einsetzen, die Kompatibilität ist im SAS-Standard vorgesehen, und das Angebot an SATA-Festplatten ist deutlich größer. Die Exos 7E10 gibt es laut Datenblatt in beiden Versionen. Die günstigste Exos mit SATA ist gerade Seagate Exos X18 16 TB mit 51,00 € pro TB. Für ein klassisches NAS sind NAS-Reihen mit CMR gebaut, der Ratgeber NAS-Festplatte zeigt die Auswahl.
Sind SAS-Festplatten schneller als SATA-Festplatten?
Bei gleicher Mechanik nur wenig. Die SAS-Version der Exos 7E10 liest laut Datenblatt 236 MB/s, die SATA-Version 215 MB/s. Schneller bei zufälligen Zugriffen sind SAS-Festplatten mit 10.000 Umdrehungen, etwa die Seagate Enterprise Performance 10K, dafür mit kleiner Kapazität.
Die Geschwindigkeit einer Festplatte hängt vor allem an Drehzahl, Datendichte und Cache. Die Schnittstelle kann erst bremsen, wenn viele Laufwerke über eine gemeinsame Leitung laufen oder eine SSD angeschlossen ist. Ein Beispiel ist die Seagate Enterprise Performance 10K mit 10.000 Umdrehungen und SAS, die ST1200MM0088 hat laut Datenblatt 1,2 TB. Solche Festplatten kosten pro TB meist deutlich mehr als große Festplatten mit 7.200 Umdrehungen. Für viel Tempo bei zufälligen Zugriffen ist heute eine SSD die Alternative. Wie sich SSD und Festplatte unterscheiden, erklärt der Ratgeber SSD oder HDD.
Sind SAS-Festplatten zuverlässiger?
Nicht automatisch. Bei der Exos 7E10 nennt Seagate für SAS und SATA dieselbe MTBF von 2 Millionen Stunden, dieselbe jährliche Ausfallrate von 0,44 % und dieselbe Garantie von 5 Jahren. Mehr Schutz bringt SAS bei der Übertragung, etwa mit T10 DIF und 2 Wegen zur Platte.
Die Zuverlässigkeit hängt vor allem von der Reihe ab. Eine Enterprise-Festplatte wie die Exos ist mit SAS und SATA für den Dauerbetrieb gebaut. Eine Desktop-Festplatte wie die BarraCuda ist laut Datenblatt nur für 2.400 Betriebsstunden pro Jahr ausgelegt. Der Vergleich SAS gegen SATA ist deshalb oft ein Vergleich Enterprise gegen Desktop, und der Unterschied kommt von der Reihe. Wer auf Zuverlässigkeit achtet, vergleicht Workload, Betriebsstunden und Garantie im Datenblatt. Wie lange Festplatten im Schnitt halten, zeigt der Ratgeber Festplatten-Lebensdauer, was eine Desktop-Festplatte laut Datenblatt aushält, der Ratgeber Seagate BarraCuda.
Was ist SAS bei SSDs und NVMe?
SAS gibt es auch für SSDs, meist in der Bauform 2,5 Zoll. Daneben gibt es Server-SSDs mit NVMe, die direkt über PCI Express angebunden sind, oft in der Bauform U.2. Für Festplatten sind SAS und SATA die üblichen Schnittstellen.
Laut der SCSI Trade Association wurde die Spezifikation für 24G SAS 2017 fertig, im Juli 2024 stellte sie mit 24G+ SAS die nächste Stufe vor und betonte dabei die Kompatibilität zu SATA. Für dich als Käufer heißt das: Ein SAS-Controller von heute nimmt SAS- und SATA-Festplatten, und ein neuer Controller läuft mit älteren SAS-Laufwerken. Wer SSDs für einen Server sucht, findet U.2-Modelle mit NVMe unter SSD U.2 und U.3.
Wie erkenne ich eine SAS-Festplatte?
Am Datenblatt und an der Modellnummer: Seagate nennt die Schnittstelle als "12Gb/s SAS" oder "SATA 6Gb/s". Bei der Exos 7E10 mit 6 TB heißt die SAS-Version ST6000NM001B, die SATA-Version ST6000NM000B. Im Angebotstitel steht meist "SAS" und "12Gb/s".
Achte bei gebrauchten Server-Festplatten zusätzlich auf diese Punkte:
- Teilenummer eines Server-Herstellers: Manche Angebote tragen statt der Modellnummer des Festplattenherstellers die Teilenummer eines Server-Herstellers, etwa Dell. Ob eine solche Platte in deinem System läuft, steht im Handbuch deines Controllers.
- Formfaktor: SAS-Festplatten gibt es in 3,5 und 2,5 Zoll. Prüfe, welche Größe deine Einschübe aufnehmen.
- Sektorformat: 512n, 512e oder 4Kn muss zu Controller und System passen.
- Garantie: Kläre vor dem Kauf, welche Garantie der Händler gibt.
Den Zustand einer gebrauchten Platte prüfst du nach dem Einbau mit den SMART-Werten. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Festplatte prüfen.
Wie vergleicht ratioDB SAS-Festplatten?
ratioDB ruft die amazon.de-Preise aller gelisteten Festplatten regelmäßig ab und rechnet sie in Preis pro TB um, mit 1 TB gleich 1.000.000.000.000 Byte. SAS-Festplatten stehen in einer eigenen Liste mit eigenem TB-Index, dem Median der 10 günstigsten neuen Angebote.
Reihe, Drehzahl und Aufzeichnung ordnen wir jeder Modellnummer aus dem Datenblatt des Herstellers zu. Fehlt eine Angabe im Datenblatt, steht in den Tabellen "k. A.". Die Tabellen in diesem Ratgeber zeigen nur neue Einzelstücke, die unter dem Namen des Herstellers verkauft werden. Gebrauchte und generalüberholte Angebote sind gekennzeichnet und zählen nie zum Index. ratioDB testet keine Festplatten selbst. Alle Regeln stehen auf der Seite Methodik, alle Festplatten unter Festplatten Preise pro TB.
Häufige Fragen zur SAS-Festplatte
Was ist besser, SAS oder SATA?
Für einen PC oder ein Heim-NAS ist SATA besser, weil dort kein SAS-Controller steckt und die Auswahl an SATA-Platten viel größer ist. Für Server mit SAS-Backplane und Speichersysteme mit 2 Controllern ist SAS besser, wegen Dual Port, höherer Schnittstellenrate und T10 DIF.
Kann ich SATA-Festplatten an einem SAS-Controller nutzen?
Ja, an den meisten SAS-Controllern und SAS-Backplanes laufen auch SATA-Festplatten. Die SCSI Trade Association schreibt, dass SAS weiterhin mit SATA kompatibel ist. Umgekehrt läuft eine SAS-Festplatte nicht an einem reinen SATA-Anschluss.
Wie schnell ist SAS?
SAS-3 überträgt bis zu 12 Gb/s, 24G SAS bis zu 22,5 Gb/s. SATA III schafft 6 Gb/s. Eine einzelne Festplatte nutzt davon nur einen Teil: Die SAS-Version der Exos 7E10 liest laut Datenblatt höchstens 236 MB/s.
Brauche ich für SAS einen besonderen Controller?
Ja. Du brauchst einen SAS-Controller, entweder auf dem Mainboard eines Servers oder als Steckkarte für PCI Express (HBA oder RAID-Controller). Desktop-Mainboards haben meist nur SATA- und M.2-Anschlüsse.
Sind SAS-Festplatten teurer als SATA-Festplatten?
Das hängt vom einzelnen Angebot ab. Auf amazon.de kostet die günstigste neue SAS-Festplatte gerade 98,54 € pro TB, die günstigste Exos mit SATA 51,00 € pro TB (Stand 01.11.2026 um 17:18 Uhr). Gebrauchte SAS-Platten aus Servern sind oft günstig, dann zählt der Zustand.
Was bedeutet Dual Port?
Dual Port heißt, dass die Festplatte 2 Anschlüsse hat und über 2 Wege mit dem System verbunden sein kann. Fällt ein Controller oder Kabel aus, bleibt sie erreichbar. Laut Seagate-Datenblatt haben die SAS-Versionen der Exos 7E10 Dual Port, die SATA-Versionen Single Port.
Ist eine SAS-Festplatte zuverlässiger?
Nicht automatisch. Bei der Exos 7E10 nennt Seagate für beide Versionen dieselbe MTBF, Ausfallrate und Garantie. Der größere Unterschied liegt zwischen Desktop- und Enterprise-Reihen.
Quellen
- Seagate: Datenblatt Exos 7E10 mit SATA- und SAS-Versionen (englisch, PDF), Datenblatt Enterprise Performance 10K (englisch, PDF), Datenblatt BarraCuda 3,5 Zoll (englisch, PDF)
- Western Digital: Produktinfo WD Red mit RAID-Fehlerkorrektur (englisch, PDF)
- SCSI Trade Association (SNIA): 24G SAS Spezifikation fertig, 2017 (englisch), 24G+ SAS vorgestellt, 2024 (englisch)
- Intel: SAS und SATA, Enterprise und Desktop im Vergleich (italienische Seite, englischer Text)
- Wikipedia: Serial Attached SCSI, Generationen und Kompatibilität (englisch)
- ratioDB: amazon.de-Preise, Methodik