U.2-SSD: Was ist U.2 und was unterscheidet es von M.2?

Eine U.2-SSD ist eine NVMe-SSD im 2,5-Zoll-Format, die über den Stecker SFF-8639 mit 4 PCIe-Lanes angeschlossen wird. Die SNIA, der Branchenverband für Speichertechnik, definiert U.2 genau über diesen Stecker. U.2-SSDs wie die Solidigm D5-P5336 fassen bis 122,88 TB und stecken vor allem in Servern, M.2-SSDs in PCs und Notebooks. Die Weiterentwicklung U.3 nutzt denselben Stecker und nimmt zusätzlich SAS- und SATA-Laufwerke auf.
Dieser Ratgeber erklärt, worin sich U.2, U.3 und M.2 unterscheiden, wann sich U.2 lohnt und wie du eine U.2-SSD an einen normalen PC anschließt. M.2-NVMe-SSDs kosten auf amazon.de laut TB-Index von ratioDB gerade 132,89 € pro TB (Stand 30.10.2026 um 13:17 Uhr). ratioDB testet keine SSDs selbst. Wir verbinden Herstellerangaben und Normen mit dem Preis pro TB aus unserer Datenbank.
Was ist eine U.2-SSD?
Eine U.2-SSD ist eine Solid State Drive im 2,5-Zoll-Gehäuse mit NVMe-Protokoll und PCIe-Anschluss über den Stecker SFF-8639. Die SNIA beschreibt U.2 als SFF-8639-Stecker für einen PCIe-Bus mit 4 Lanes. Typische Bauhöhen sind 7 mm und 15 mm.
U.2 ist die übliche Bezeichnung für Laufwerke nach der Spezifikation PCI Express SFF-8639 Module. Die SNIA schreibt, dass U.2 heute in der Regel keine SAS- oder SATA-SSDs mehr meint. Gemeint ist eine NVMe-SSD im Format einer klassischen 2,5-Zoll-Festplatte. Das Gehäuse misst laut SNIA 69,85 mm × 100 mm.
Die 2 Bauhöhen unterscheiden sich deutlich:
- 7 mm: laut SNIA meist NVMe mit 4 Lanes oder SATA mit 6 Gbit/s, schlankes Format, bis 3,84 TB.
- 15 mm: laut SNIA meist NVMe mit 4 Lanes oder SAS mit 12 Gbit/s, mit Dual-Port-Unterstützung, bis 30,72 TB. Einzelne Modelle gehen darüber hinaus, etwa die Solidigm D5-P5336.
Dual-Port heißt: Die SSD hat 2 Anschlusswege zum System. Im Server stecken U.2-SSDs in Einschüben, die über eine Backplane (Platine hinter den Einschüben) mit dem Controller verbunden sind.
Was ist der Unterschied zwischen U.2 und M.2?
U.2 und M.2 nutzen beide NVMe über PCIe mit bis zu 4 Lanes. Der Unterschied liegt in Bauform, Stecker und Einsatz: U.2 ist ein 2,5-Zoll-Laufwerk mit Kabel- oder Einschub-Anschluss für Server, M.2 eine kleine Steckkarte direkt auf dem Mainboard für PCs und Notebooks.
U.2 und M.2 im Vergleich laut SNIA und Herstellerangaben
| Merkmal | U.2 | M.2 |
|---|---|---|
| Bauform | 2,5 Zoll, 69,85 × 100 mm | Steckkarte, meist 22 × 80 mm |
| Stecker | SFF-8639, per Kabel oder Einschub | M.2-Steckplatz auf dem Mainboard |
| Protokoll | NVMe über PCIe x4 | NVMe über PCIe x2 oder x4, auch SATA |
| Kapazität | bei 15 mm laut SNIA bis 30,72 TB, einzelne Modelle bis 122,88 TB | bei 22 × 110 mm laut SNIA bis 8 TB |
| Einbau | Einschub mit Backplane oder per Kabel | direkt auf dem Mainboard |
| Typischer Einsatz | Server, Speichersysteme, Workstations | PCs, Notebooks, Konsolen |
Die SNIA nennt für M.2 die Größen 16 × 20 mm, 22 × 30 mm, 22 × 80 mm und 22 × 110 mm. Im PC heißt die Größe 22 × 80 mm meist M.2 2280. Laut SNIA unterstützt M.2 die Schnittstellen PCIe, SATA und USB. Beim Austausch im Betrieb sieht die SNIA M.2 im Nachteil: Die neuere Server-Bauform E1.S soll laut SNIA genau die Schwächen von M.2 bei Hotplug und Wartung beheben.
Ist U.2 schneller als M.2?
Nein, die Schnittstelle allein macht U.2 nicht schneller. Beide Bauformen nutzen PCIe mit 4 Lanes, das Tempo bestimmen PCIe-Generation, Controller und Speicherchips. Die Solidigm D5-P5336 mit PCIe 4.0 x4 liest laut Hersteller bis 7.000 MB/s und schreibt bis 3.000 MB/s.
Der Vorteil von U.2 liegt woanders: Ein 2,5-Zoll-Gehäuse bietet mehr Platz für Speicherchips, mehr Fläche zur Kühlung und ein höheres Leistungsbudget. Solidigm nennt für die D5-P5336 bis 25 W Leistungsaufnahme und unter 5 W im Leerlauf. So viel Abwärme braucht Fläche und Luftstrom, beides bietet ein 2,5-Zoll-Gehäuse im Server-Einschub.
Bei den Kennzahlen zählt im Server vor allem die zufällige Leistung (IOPS, Ein- und Ausgabeoperationen pro Sekunde). Die D5-P5336 schafft laut Solidigm bis 1,005 Millionen IOPS beim Lesen mit 4-KB-Blöcken, beim Schreiben bis 24.000 IOPS. Der große Abstand zeigt, wofür das Laufwerk gebaut ist: viel lesen, wenig schreiben. Solidigm bewirbt die D5-P5336 als SSD mit hoher Speicherdichte für KI-Anwendungen.
Wie stark die PCIe-Generation das Tempo prägt, steht im Ratgeber NVMe oder SATA.
Was ist U.3 und passt eine U.3-SSD in einen U.2-Schacht?
U.3 ist eine Weiterentwicklung von U.2 nach der Spezifikation SFF-TA-1001. U.3 nutzt denselben Stecker SFF-8639 und erlaubt SAS-, SATA- und NVMe-Laufwerke im selben Einschub. Laut Kioxia bleibt U.3 abwärtskompatibel zu U.2-NVMe-Plattformen.
Broadcom stellte am 07.11.2017 eine Referenzplattform für U.3 vor und beschrieb U.3 als gemeinsamen Einschub und Stecker für SAS-, SATA- und NVMe-Geräte. Laut Broadcom nutzen U.3-Geräte dieselbe Mechanik und sind abwärtskompatibel zur Spezifikation U.2 beziehungsweise SFF-8639.
Kioxia erklärt den Aufbau: Ein Tri-Mode-Controller (Controller für 3 Protokolle) verbindet den Server mit der Backplane, also der Platine hinter den Einschüben. Er spricht SAS, SATA und NVMe. Für volle Zusammenarbeit müssen laut Kioxia alle Laufwerke und Backplanes der U.3-Spezifikation entsprechen. Ob eine U.3-SSD in einem reinen U.2-Schacht läuft, beantwortet Kioxia nicht ausdrücklich. Prüf deshalb vor dem Kauf die Kompatibilitätsliste deines Servers oder Gehäuses.
Ein Beispiel für eine U.3-SSD ist die Micron 7500: laut Micron PCIe 4.0, U.3-Bauform und Kapazitäten von 800 GB bis 15,36 TB.
Welche Kapazitäten gibt es bei U.2-SSDs?
U.2-SSDs reichen von einigen 100 GB bis über 100 TB. Die Solidigm D5-P5336 gibt es laut Solidigm mit 7,68 bis 122,88 TB, die Micron 7500 mit 800 GB bis 15,36 TB. M.2-SSDs im Format 22 × 110 mm erreichen laut SNIA bis 8 TB.
Die größte M.2-NVMe-SSD in der ratioDB-Datenbank für amazon.de hat gerade 8 TB: WD Black SN850X 8 TB für 1.954,54 € (Stand 30.10.2026 um 13:17 Uhr). Für Desktop-PCs und Notebooks sind 8 TB damit heute die praktische Obergrenze einer einzelnen M.2-SSD. Server erreichen mit U.2 ein Vielfaches davon im selben Einschub, den früher eine 2,5-Zoll-Festplatte belegte.
Kapazitäten bekannter Server-SSDs laut Hersteller
| Modell | Bauform | Schnittstelle | Kapazität |
|---|---|---|---|
| Solidigm D5-P5336 | U.2 15 mm, E3.S 7,5 mm, E1.L 9,5 mm | PCIe 4.0 x4 | 7,68 bis 122,88 TB |
| Micron 7500 | U.3 | PCIe 4.0 | 800 GB bis 15,36 TB |
Was die Werte in einem solchen Datenblatt bedeuten, zeigt der nächste Abschnitt am Beispiel der D5-P5336.
Wie lese ich das Datenblatt einer U.2-SSD?
Im Datenblatt einer U.2-SSD zählen 4 Werte: sequenzielles Tempo in MB/s, zufällige Zugriffe in IOPS, Haltbarkeit in DWPD oder PBW und die Leistungsaufnahme in Watt. Für Server sind IOPS und Haltbarkeit oft wichtiger als das Spitzentempo, das Heimanwender von M.2-SSDs kennen.
Die 4 Werte im Überblick:
- Sequenzielles Tempo (MB/s): große Dateien am Stück. Die D5-P5336 liest laut Solidigm bis 7.000 MB/s und schreibt bis 3.000 MB/s, gemessen mit 128-KB-Blöcken.
- IOPS: viele kleine Zugriffe gleichzeitig, typisch für Datenbanken und virtuelle Maschinen. Laut Solidigm bis 1,005 Millionen beim Lesen und 24.000 beim Schreiben, gemessen mit 4-KB-Blöcken.
- DWPD und PBW: DWPD (Drive Writes Per Day) heißt, so oft darfst du die gesamte Kapazität 5 Jahre lang jeden Tag beschreiben. PBW (Petabytes Written) ist die gesamte Datenmenge, die der Hersteller zusagt.
- Leistungsaufnahme: Solidigm nennt bis 25 W unter Last und unter 5 W im Leerlauf.
Haltbarkeit der Solidigm D5-P5336 laut Produktdatenblatt (5 Jahre)
| Kapazität | DWPD | PBW |
|---|---|---|
| 7,68 TB | 0,42 | 5,9 PB |
| 15,36 TB | 0,51 | 14,1 PB |
| 30,72 TB | 0,56 | 31,5 PB |
| 61,44 TB | 0,58 | 65,2 PB |
Die Tabelle zeigt: Ein DWPD-Wert unter 1 klingt wenig, bei 61,44 TB sind 0,58 DWPD aber laut Solidigm 65,2 PB in 5 Jahren. Das sind rechnerisch rund 35,7 TB pro Tag. Was TBW und DWPD für Heimanwender bedeuten, erklärt der Ratgeber SSD-Lebensdauer.
Kann ich eine U.2-SSD im normalen PC nutzen?
Ja, mit Adapter. Es gibt Adapter vom M.2-Steckplatz auf den U.2-Kabelanschluss SFF-8643, etwa von StarTech für PCIe 4.0 x4, und Kabel von SFF-8643 auf den U.2-Stecker SFF-8639 mit eigenem Stromanschluss. Die SSD braucht außerdem Luftstrom, weil Server-SSDs laut Hersteller bis 25 W aufnehmen.
So sieht der Weg vom Mainboard zur U.2-SSD aus:
- Adapter: Ein Adapter steckt im M.2-Steckplatz oder in einem PCIe-Steckplatz und führt die 4 Lanes auf eine SFF-8643-Buchse. StarTech beschreibt sein Modell M2E4SFF8643 als Adapter von U.2 (SFF-8643) auf M.2 mit PCIe 4.0 x4 für 2,5-Zoll-U.2-NVMe-SSDs.
- Kabel: Ein Kabel verbindet die SFF-8643-Buchse mit dem SFF-8639-Stecker der SSD. Das Delock-Kabel 84819 hat dafür zusätzlich einen 15-poligen SATA-Stromstecker, das Supermicro-Kabel CBL-SAST-0957 einen 4-poligen Stromanschluss.
- Strom: Die SSD bekommt ihren Strom über diesen Zusatzstecker vom Netzteil, nicht über den Datenanschluss.
- Kühlung: Bei bis 25 W laut Solidigm braucht die SSD Luftstrom. Montier sie im PC dort, wo ein Gehäuselüfter Luft über das Gehäuse der SSD schiebt.
- Tempo prüfen: Das Kabel muss zur PCIe-Generation passen. Delock gibt für das Kabel 84819 bis 4 GB/s bei PCIe 3.0 an, für PCIe 4.0 brauchst du ein dafür freigegebenes Kabel.
Ob dein Mainboard am gewählten M.2-Steckplatz PCIe 4.0 mit 4 Lanes liefert, steht im Handbuch. Dort steht auch, ob sich der Steckplatz Lanes mit anderen Anschlüssen teilt. Wie du eine normale M.2-SSD einbaust, zeigt der Ratgeber SSD einbauen.
Was kosten U.2-SSDs im Vergleich zu M.2?
Bei unserem letzten Abruf hatte amazon.de kein neues Angebot für U.2- oder U.3-SSDs in der ratioDB-Datenbank. M.2-NVMe-SSDs kosten laut TB-Index gerade 132,89 € pro TB (Stand 30.10.2026 um 13:17 Uhr).
Günstigste neue SSDs je Kapazität auf amazon.de, Stand 30.10.2026 um 13:17 Uhr
| Kapazität | Günstigste M.2-NVMe-SSD | Preis | Preis pro TB | Günstigste U.2- oder U.3-SSD |
|---|---|---|---|---|
| 1 TB | Intenso Premium 1 TB | 138,84 € | 138,84 € | kein Angebot |
| 2 TB | Intenso Premium 2 TB | 229,09 € | 114,55 € | kein Angebot |
| 4 TB | Verbatim Vi7000G 4 TB | 560,26 € | 140,07 € | kein Angebot |
| 8 TB | WD Black SN850X 8 TB | 1.954,54 € | 244,32 € | kein Angebot |
Die günstigste M.2-NVMe-SSD pro TB ist gerade Intenso Premium 2 TB mit 114,55 € pro TB. Der TB-Index für M.2-NVMe-SSDs hat sich in 30 Tagen um +6,8 % verändert. Eine M.2-NVMe-SSD mit 8 TB kostet ab 1.954,54 €, also 244,32 € pro TB. Pro TB ist sie damit teurer als die günstigste SSD mit 2 TB (114,55 € pro TB). Warum SSDs seit 2025 teurer geworden sind, erklärt der Ratgeber SSD-Preise.
Auf amazon.de fand ratioDB beim letzten Abruf keine neuen U.2-Angebote. Sobald ratioDB neue U.2- oder U.3-Angebote findet, stehen sie in der Liste SSD U.2/U.3.
Was ist EDSFF und löst E3.S die U.2-SSD ab?
EDSFF ist eine Familie neuer SSD-Bauformen für Rechenzentren mit E1.S, E1.L, E3.S und E3.L. Die SNIA schreibt, dass E3 dafür gedacht ist, die klassische 2,5-Zoll-Bauform U.2 in Servern und Speichersystemen zu ersetzen. E3 unterstützt laut SNIA 4 bis 16 PCIe-Lanes und bis 70 W.
Die SNIA nennt die Maße: E3.S ist 112,75 mm lang, E3.L 142,2 mm, beide 76 mm breit, mit 7,5 mm oder 16,8 mm Dicke. E1.S ist mit 31,5 × 111,49 × 5,9 mm deutlich schmaler und laut SNIA als sparsamer, flexibler Baustein für Rechenzentren gedacht. E1.L und E3 sind laut SNIA für den Tausch im laufenden Betrieb ausgelegt.
Für Käufer heißt das: Wer einen neuen Server plant, prüft zuerst, welche Einschübe er hat. Manche Hersteller bieten dasselbe Modell in mehreren Bauformen an, die Solidigm D5-P5336 laut Solidigm als U.2, E3.S und E1.L.
Für wen lohnt sich eine U.2-SSD statt M.2?
Eine U.2-SSD lohnt sich in Servern und Speichersystemen mit U.2-Einschüben und für sehr große Kapazitäten pro Laufwerk. Im normalen PC ist eine M.2-NVMe-SSD die einfachere und meist günstigere Wahl, weil sie ohne Adapter, Kabel und zusätzlichen Luftstrom auskommt.
| Einsatz | Bessere Wahl | Grund |
|---|---|---|
| Spiele-PC und Büro | M.2 NVMe | steckt direkt auf dem Mainboard, kein Kabel nötig |
| Notebook | M.2 NVMe | U.2 passt nicht ins Gehäuse |
| Workstation mit viel Speicher | M.2 bis 8 TB, darüber U.2 | Kapazität pro Laufwerk |
| Server mit U.2- oder U.3-Einschüben | U.2 oder U.3 | passt in die Einschübe, Kühlung, Dual-Port |
| Neuer Server | E3.S oder U.2 | laut SNIA löst E3 U.2 ab |
3 Fragen helfen bei der Entscheidung:
- Hat dein Gerät U.2-Einschübe? Dann passt eine U.2-SSD ohne Umweg, bei U.3-Backplanes prüfst du die Kompatibilitätsliste.
- Reichen 8 TB pro Laufwerk? Dann bekommst du mit M.2 die einfachere Lösung, darüber führt der Weg zu U.2.
- Hast du Platz für Kabel und Luftstrom? Ohne beides wird eine U.2-SSD im PC zum Bastelprojekt.
Bei gebrauchten U.2-SSDs aus Rechenzentren lohnt ein Blick auf die bisher geschriebene Datenmenge. Lass dir die SMART-Werte (Selbstdiagnose des Laufwerks) vom Händler zeigen und vergleich sie mit der PBW-Angabe des Herstellers. Worauf du bei gebrauchter Hardware achten solltest, steht im Ratgeber Gebrauchte Festplatten.
Wie vergleicht ratioDB SSDs?
ratioDB ruft die amazon.de-Preise aller gelisteten SSD-Angebote regelmäßig ab und rechnet sie in Preis pro TB um, mit 1 TB gleich 1.000.000.000.000 Byte. Der TB-Index ist der Median der 10 günstigsten neuen Angebote je SSD-Art.
U.2- und U.3-SSDs führen wir als eigene Produktart, getrennt von M.2-NVMe, M.2-SATA, 2,5-Zoll-SATA und externen SSDs. Gebrauchte und generalüberholte Angebote stehen mit Zustand in der Liste und zählen nie zum Index. Die Angaben zu Normen und Modellen stammen aus den verlinkten Quellen, gelesen am 26.10.2026. Eigene Messungen machen wir nicht. Alle Regeln stehen auf der Seite Methodik. Die Listen findest du unter SSD M.2 NVMe, SSD U.2/U.3 und SSD Preise pro TB, NVMe-SSDs mit 4 TB unter NVMe-SSD 4 TB.
Häufige Fragen zu U.2-SSDs
Was bedeutet U.2 bei SSDs?
U.2 ist die übliche Bezeichnung für 2,5-Zoll-SSDs nach der Spezifikation SFF-8639. Die SNIA definiert U.2 als SFF-8639-Stecker für einen PCIe-Bus mit 4 Lanes. Heute meint U.2 in der Regel NVMe-SSDs, keine SAS- oder SATA-Laufwerke.
Passt eine U.2-SSD in einen M.2-Steckplatz?
Nicht direkt. Du brauchst einen Adapter vom M.2-Steckplatz auf SFF-8643 und ein Kabel auf den U.2-Stecker SFF-8639 mit Stromanschluss. StarTech bietet solche Adapter für PCIe 4.0 x4 an, Delock und Supermicro passende Kabel.
Welches Kabel brauche ich für eine U.2-SSD?
Meist ein Kabel von SFF-8643 (Mini-SAS HD) auf den U.2-Stecker SFF-8639 mit Stromanschluss. Delock bietet es mit SATA-Stromstecker und 50 cm Länge an, Supermicro mit 4-poligem Stromstecker und 55 cm. Das Kabel muss zur PCIe-Generation passen.
Was ist der Unterschied zwischen U.2 und U.3?
U.3 nutzt denselben Stecker SFF-8639, erlaubt aber SAS-, SATA- und NVMe-Laufwerke im selben Einschub. Grundlage ist die Spezifikation SFF-TA-1001. Laut Kioxia bleibt U.3 abwärtskompatibel zu U.2-NVMe-Plattformen.
Sind U.2-SSDs schneller als M.2-SSDs?
Nicht grundsätzlich. Beide nutzen NVMe über PCIe mit 4 Lanes. Die Solidigm D5-P5336 mit PCIe 4.0 liest laut Hersteller bis 7.000 MB/s. U.2 punktet bei Kapazität, Leistungsbudget und dem Einbau in Server-Einschübe.
Wie groß sind U.2-SSDs?
Die Solidigm D5-P5336 gibt es laut Hersteller mit bis zu 122,88 TB, die Micron 7500 als U.3 mit 800 GB bis 15,36 TB. Für die 15-mm-Bauform nennt die SNIA typische Größen bis 30,72 TB.
Brauche ich für U.3 einen besonderen Controller?
Für den gemischten Betrieb mit SAS, SATA und NVMe im selben Einschub ja. Kioxia beschreibt dafür einen Tri-Mode-Controller zwischen Server und Backplane. Für volle Zusammenarbeit müssen laut Kioxia alle Laufwerke und Backplanes der U.3-Spezifikation entsprechen.
Was kostet eine NVMe-SSD gerade pro TB?
Auf amazon.de liegt der TB-Index für M.2-NVMe-SSDs gerade bei 132,89 € pro TB (Stand 30.10.2026 um 13:17 Uhr). Der Index ist der Median der 10 günstigsten neuen Angebote. U.2-Angebote führt ratioDB in einer eigenen Liste.
Quellen
- SNIA: U.2 im SNIA-Wörterbuch, SSD Form Factors
- Broadcom: Referenzplattform für SFF-TA-1001 (U.3), 07.11.2017
- Kioxia: Preparing for Your Storage Future with NVMe SSDs
- Solidigm: D5-P5336, Produktdatenblatt D5-P5336
- Micron: 7500 NVMe SSD
- Adapter und Kabel: StarTech M2E4SFF8643, Delock 84819, Supermicro CBL-SAST-0957
- ratioDB: amazon.de-Preise, Methodik