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NVMe oder SATA: Welche SSD ist besser? Unterschiede und Preise pro TB

Von Engin BuldakVeröffentlicht Zahlen live, Stand 28.10.2026, 03:17 Uhr12 Min. Lesezeit

Coverbild NVMe oder SATA mit der Kurve des TB-Index für M.2-NVMe-SSDs auf amazon.de

NVMe-SSDs sind über PCIe angebunden und lesen laut Datenblatt bis zu 14.800 MB/s, SATA-SSDs sind durch ihre Schnittstelle auf rund 560 MB/s begrenzt. Eine NVMe-SSD mit PCIe 4.0 ist am Stück also rund 13-mal so schnell. Auf amazon.de kostet NVMe laut TB-Index von ratioDB gerade 126,25 € pro TB, eine 2,5-Zoll-SATA-SSD 109,50 € (Stand 28.10.2026 um 03:17 Uhr). Für neue PCs und Notebooks mit M.2-Steckplatz ist NVMe die Standardwahl, SATA lohnt sich vor allem für ältere Geräte.

Dieser Ratgeber erklärt den Unterschied, zeigt, wie viel du davon im Alltag merkst, klärt die Verwirrung um M.2 und vergleicht die echten amazon.de-Preise aus der ratioDB-Datenbank. Alle Preise werden bei jedem Abruf neu berechnet.

Was ist der Unterschied zwischen NVMe und SATA?

SATA ist eine ältere Schnittstelle, die für Festplatten entwickelt wurde. NVMe (Non-Volatile Memory Express) ist ein Protokoll für Flash-Speicher, das direkt über PCIe läuft. NVMe kann bis zu 65.535 Warteschlangen mit je 65.535 Befehlen verarbeiten, SATA nur 1 Warteschlange mit bis zu 32 Befehlen.

Diese Zahlen nennt IBM in einem Vergleich beider Verfahren (IBM, aktualisiert 11.08.2026). Für dich bedeutet das: Eine NVMe-SSD kann sehr viele Zugriffe gleichzeitig abarbeiten und hat eine viel breitere Anbindung. Eine SATA-SSD nutzt dieselbe Schnittstelle wie eine Festplatte und stößt an deren Grenze.

MerkmalSATA-SSDNVMe-SSD
AnbindungSATA 6 Gb/sPCIe 3.0, 4.0 oder 5.0, meist 4 Lanes
Theoretisches Maximumrund 600 MB/srund 4, 8 oder 16 GB/s je nach PCIe-Generation
Warteschlangen1 mit bis zu 32 Befehlenbis zu 65.535 mit je 65.535 Befehlen
Bauformen2,5 Zoll oder M.2M.2, selten Steckkarte oder U.2
Preis pro TB auf amazon.de109,50 € (2,5 Zoll), 149,18 € (M.2)126,25 €

Quellen: SATA-IO, IBM, Trenton Systems zu PCIe.

Wie viel schneller ist NVMe als SATA?

Am Stück liest eine SATA-SSD wie die Samsung 870 EVO 560 MB/s, eine NVMe-SSD mit PCIe 3.0 rund 3.500 MB/s, mit PCIe 4.0 rund 7.450 MB/s und mit PCIe 5.0 bis zu 14.800 MB/s. Auch bei vielen kleinen Zugriffen liegt NVMe vorn.

Die Werte aus den Datenblättern der Hersteller:

SSDSchnittstelleLesen am StückSchreiben am Stück
Samsung 870 EVOSATA 6 Gb/s560 MB/s530 MB/s
Samsung 970 EVO PlusPCIe 3.0 x43.500 MB/s3.300 MB/s
Samsung 990 PRO 1 TBPCIe 4.0 x47.450 MB/s6.900 MB/s
Samsung 9100 PRO 2 TBPCIe 5.0 x414.700 MB/s13.400 MB/s

Quellen: Datenblatt 870 EVO, Samsung zur 970 EVO Plus (23.01.2019), Samsung 990 PRO, Samsung 9100 PRO.

Bei einzelnen kleinen Zugriffen ist der Abstand kleiner. Samsung nennt für die 870 EVO bei zufälligem Lesen von 4-KB-Blöcken mit nur 1 Auftrag 13.000 IOPS (Ein- und Ausgabevorgänge pro Sekunde), für die 990 PRO 22.000 IOPS. Erst bei vielen gleichzeitigen Aufträgen zieht NVMe weit davon. Genau dort spielt NVMe seine vielen Warteschlangen aus.

Die PCIe-Generation entscheidet, wie breit die Anbindung ist. Pro Lane liefert PCIe 3.0 rund 1 GB/s, PCIe 4.0 rund 2 GB/s und PCIe 5.0 rund 4 GB/s. M.2-SSDs nutzen meist 4 Lanes (Trenton Systems).

Merkt man den Unterschied zwischen NVMe und SATA im Alltag?

Beim Kopieren großer Dateien deutlich, beim Laden vieler Spiele weniger als die Datenblätter vermuten lassen. In einem Test von Legit Reviews lud eine NVMe-SSD Final Fantasy XIV kaum schneller als gute SATA-SSDs. Mit DirectStorage verkürzte NVMe die Ladezeit in Forspoken dagegen um 77 %.

Die Ergebnisse im Detail:

  • Klassisches Laden ohne DirectStorage: Final Fantasy XIV lud von einer Festplatte in 42,4 Sekunden, von der SATA-SSD Crucial BX200 in 33,9 Sekunden. Die NVMe-SSD Kingston A1000 war nur rund 0,5 Sekunden schneller als die BX200 und langsamer als die SATA-SSD Samsung 850 EVO. Die NVMe-SSD Samsung 960 Pro lud rund 13 % schneller als die BX200 (Legit Reviews, 2018).
  • Mit DirectStorage: In Forspoken brauchte eine Szene mit der SATA-SSD Samsung 860 EVO 7,4 Sekunden, mit der NVMe-SSD MSI M480 (PCIe 4.0) 1,9 Sekunden. Über alle Szenen war die Ladezeit mit NVMe 77 % kürzer. Der Autor schreibt aber auch, dass DirectStorage auf die meisten bestehenden Spiele wenig Einfluss hat (PCWorld, 02.02.2023).

Beim Laden zählt neben der SSD auch, wie schnell Prozessor und Spiel die Daten verarbeiten. DirectStorage ist eine Technik von Microsoft, mit der Spiele Daten schneller von der SSD laden können. Je mehr Spiele sie nutzen, desto mehr bringt NVMe.

Den größten Unterschied merkst du beim Kopieren großer Datenmengen, etwa beim Verschieben von Videoprojekten oder großen Spielordnern. Hier ist eine NVMe-SSD um ein Vielfaches schneller als jede SATA-SSD.

Was kostet NVMe im Vergleich zu SATA?

Pro TB liegt der TB-Index für M.2-NVMe-SSDs auf amazon.de gerade bei 126,25 €, für 2,5-Zoll-SATA-SSDs bei 109,50 € und für M.2-SATA-SSDs bei 149,18 €. NVMe kostet pro TB damit 15,3 % mehr als 2,5-Zoll-SATA.

Bei gleicher Kapazität hängt der Abstand stark von der Größe ab. Die Tabelle vergleicht die günstigste neue NVMe-SSD mit der günstigsten neuen SATA-SSD (2,5 Zoll oder M.2):

Günstigste NVMe- und SATA-SSD je Kapazität auf amazon.de, Stand 28.10.2026 um 03:17 Uhr

KapazitätGünstigste NVMe-SSDGünstigste SATA-SSDNVMe kostet
500 GBIntenso Premium 500 GB: 86,49 €PNY CS900 500 GB: 78,77 €+9,8 %
1 TBKingSpec NX-2280 1 TB: 133,99 €KingSpec 3 1 TB: 117,99 €+13,6 %
2 TBIntenso Premium 2 TB: 229,09 €fanxiang 2 TB: 209,99 €+9,1 %
4 TBKingSpec XG7000 4 TB: 432,59 €fanxiang 4 TB: 369,99 €+16,9 %

Gerade ist NVMe bei jeder Kapazität teurer als SATA. M.2-SATA-SSDs sind pro TB oft am teuersten, weil es nur noch wenige Modelle gibt. Wenn dein Gerät NVMe kann, ist eine M.2-SATA-SSD deshalb fast nie die beste Wahl.

Ist M.2 dasselbe wie NVMe?

Nein, M.2 ist nur die Bauform: ein schmaler Riegel, der direkt auf das Mainboard gesteckt wird. Es gibt M.2-SSDs mit NVMe und M.2-SSDs mit SATA. Eine M.2-SSD mit SATA ist etwa so schnell wie eine 2,5-Zoll-SATA-SSD.

So unterscheidest du die Varianten (Coolblue):

  • Kerbe (Key): M.2-SSDs mit M-Key sind deutlich schneller als SSDs mit B-Key. SSDs mit B+M-Key, also 2 Kerben, passen mechanisch in beide Steckplätze, funktionieren aber nicht immer in einem M-Steckplatz.
  • Größe: M.2-SSDs sind immer 22 mm breit. Die Zahl dahinter ist die Länge: 2242 heißt 42 mm lang, 2280 heißt 80 mm lang. 2280 ist am verbreitetsten.
  • Schnittstelle: Ob eine M.2-SSD NVMe oder SATA nutzt, steht im Datenblatt und in der Produktbeschreibung.

Auf ratioDB stehen M.2-SSDs deshalb in 2 getrennten Listen: SSD M.2 NVMe und SSD M.2 SATA.

Welche SSD passt in meinen PC oder mein Notebook?

Das steht im Handbuch deines Mainboards oder Notebooks: welche M.2-Steckplätze es gibt, ob sie NVMe, SATA oder beides können, welche PCIe-Generation sie haben und welche Länge passt. Ohne M.2-Steckplatz nimmst du eine 2,5-Zoll-SATA-SSD.

So gehst du vor:

  1. Handbuch prüfen: Die Seite zu Speicher oder M.2 nennt Steckplätze, Schnittstelle und unterstützte Längen.
  2. PCIe-Generation notieren: Ein Steckplatz mit PCIe 3.0 bremst eine PCIe-4.0-SSD auf das Tempo von PCIe 3.0. Die SSD funktioniert trotzdem, weil PCIe abwärtskompatibel ist (PCI-SIG via Design & Reuse, 29.05.2019).
  3. Platz prüfen: In Notebooks ist oft nur 2 bis 3 mm Platz in der Höhe, ein Kühlkörper passt dann nicht (SanDisk).
  4. 2,5 Zoll als Alternative: Ältere Notebooks und PCs ohne M.2 haben fast immer einen Schacht für 2,5-Zoll-Laufwerke und einen SATA-Anschluss.

Die Listen nach Bauform: SSD M.2 NVMe, SSD 2,5 Zoll SATA und SSD M.2 SATA.

PCIe 3.0, 4.0 oder 5.0: Welche Generation brauche ich?

Für die meisten Nutzer ist PCIe 4.0 die beste Wahl: rund doppelt so schnell wie PCIe 3.0 und deutlich günstiger und kühler als PCIe 5.0. PCIe 5.0 lohnt sich, wenn dein Mainboard es kann und du regelmäßig sehr große Datenmengen kopierst.

GenerationPro LaneMit 4 LanesBeispiel laut Datenblatt
PCIe 3.0rund 1 GB/srund 4 GB/sSamsung 970 EVO Plus: 3.500 MB/s
PCIe 4.0rund 2 GB/srund 8 GB/sSamsung 990 PRO: 7.450 MB/s
PCIe 5.0rund 4 GB/srund 16 GB/sSamsung 9100 PRO: 14.700 MB/s

Eine SSD mit PCIe 5.0 bringt nur in einem Steckplatz mit PCIe 5.0 ihr volles Tempo. Sie wird außerdem wärmer und braucht mehr Strom, wie die nächsten Abschnitte zeigen. Für ältere Systeme mit PCIe 3.0 reicht oft eine günstige SSD mit PCIe 3.0 oder 4.0, weil der Steckplatz ohnehin begrenzt.

Werden NVMe-SSDs heiß?

Ja, schnelle NVMe-SSDs werden laut SanDisk deutlich wärmer als SATA-SSDs und drosseln bei Hitze ihr Tempo. Crucial schreibt zur T705 mit PCIe 5.0, dass die Version ohne Kühler einen Kühlkörper vom Mainboard oder einen eigenen braucht.

SanDisk schreibt, schnelle NVMe-SSDs erzeugen "significantly more heat than SATA drives" (deutlich mehr Wärme als SATA-SSDs) und drosseln bei zu hoher Temperatur (SanDisk). Bei SSDs mit PCIe 5.0 ist Kühlung praktisch Pflicht: Laut Crucial braucht die T705 ohne eigenen Kühler einen Kühlkörper für die volle Leistung, die Version mit Kühler läuft bei normalem Luftstrom ohne Drosselung (Crucial).

Viele Mainboards haben über dem M.2-Steckplatz bereits einen Kühlkörper. Nutze ihn, auch bei SSDs mit PCIe 4.0. In Notebooks ist dafür oft kein Platz, dort sind sparsame SSDs mit PCIe 4.0 meist die bessere Wahl.

Wie viel Strom brauchen NVMe und SATA?

Eine SATA-SSD wie die Samsung 870 EVO braucht beim Lesen und Schreiben 2,0 bis 2,5 Watt, die NVMe-SSD 990 PRO mit 1 TB im Schnitt 5,4 Watt, die 9100 PRO mit PCIe 5.0 beim Lesen 8,1 Watt. Im Leerlauf sind alle 3 sehr sparsam.

SSDSchnittstelleIm BetriebLeerlauf
Samsung 870 EVOSATA2,0 bis 2,5 W30 bis 35 mW
Samsung 990 PRO 1 TBPCIe 4.05,4 W im Schnitthöchstens 50 mW
Samsung 9100 PRO 2 TBPCIe 5.08,1 W Lesen, 7,9 W Schreiben4,8 mW

Die Hersteller messen unterschiedlich, die Werte sind deshalb nur grob vergleichbar. Im Desktop-PC spielt der Unterschied kaum eine Rolle. Im Notebook kann eine sparsamere SSD unter Last etwas Akku sparen.

Welche SSD passt in die PlayStation 5?

Die PS5 braucht eine M.2-SSD mit NVMe und PCIe 4.0 x4. Sony empfiehlt laut den Anforderungen von 2021 mindestens 5.500 MB/s beim Lesen und eine Kühlung, die SSD darf mit Kühler höchstens 11,25 mm hoch sein. SATA-SSDs funktionieren dort nicht.

Laut einem Bericht über die Anforderungen von Sony passen M.2-SSDs der Längen 2230, 2242, 2260, 2280 und 22110 mit 22 mm Breite, 25 mm breite SSDs nicht. Die Gesamtmaße mit Kühler müssen unter 110 × 25 × 11,25 mm liegen (TheSixthAxis, 29.07.2021). Prüf vor dem Kauf die aktuelle Seite von Sony, weil sich Details wie die maximale Kapazität mit neuen Systemversionen ändern können. Passende SSDs mit PCIe 4.0 findest du in der Liste SSD M.2 NVMe.

Was bedeutet DRAM-los und HMB?

Viele günstige NVMe-SSDs haben keinen eigenen DRAM-Baustein und nutzen stattdessen HMB (Host Memory Buffer): einen kleinen Teil des Arbeitsspeichers im PC. HMB kam mit dem NVMe-Standard 1.2. Kioxia sieht dabei gleichwertige Leistung zu SSDs mit DRAM, Innodisk ist vorsichtiger.

Der DRAM-Baustein einer SSD speichert, wo welche Daten liegen. Fehlt er, leiht sich eine NVMe-SSD mit HMB etwas Arbeitsspeicher vom PC. Kioxia beansprucht "equivalent performance" (gleichwertige Leistung) zu einer SSD mit DRAM (Kioxia). Innodisk schreibt vorsichtiger, die Leistung komme "closer to DRAM-equipped designs" (näher an Modelle mit DRAM), und der PC stelle den Speicher nur bereit, wenn genug frei ist (Innodisk, 13.04.2026).

Für Spiele, Office und das System ist eine SSD ohne DRAM meist ausreichend. Laut PC Games Hardware ist der Aufpreis für DRAM 2026 deutlich gestiegen, mehr dazu im Ratgeber SSD-Preise.

Welche SSD lohnt sich für wen?

Für Büro und Alltag reicht eine günstige NVMe-SSD mit PCIe 3.0 oder 4.0 ohne DRAM. Für Spiele ist eine NVMe-SSD mit PCIe 4.0 und 1 bis 2 TB die beste Wahl. Für Videoschnitt und große Projekte lohnt sich eine schnelle SSD mit PCIe 4.0 oder 5.0 und 2 TB oder mehr.

Eine Übersicht nach Einsatz:

EinsatzEmpfehlungWorauf achten
Büro und SurfenNVMe mit PCIe 3.0 oder 4.0, 500 GB bis 1 TBgünstigster Preis pro TB, DRAM nicht nötig
SpieleNVMe mit PCIe 4.0, 1 bis 2 TBKühlkörper des Mainboards nutzen
Videoschnitt, große ProjekteNVMe mit PCIe 4.0 oder 5.0, 2 TB und mehrKühlung, Schreibtempo nach vollem Zwischenspeicher
NotebookNVMe mit PCIe 4.0 in passender LängeLänge (2230, 2242 oder 2280), Bauhöhe, Stromverbrauch
PlayStation 5NVMe mit PCIe 4.0, mindestens 5.500 MB/sKühler, höchstens 11,25 mm hoch
Älterer PC ohne M.2SATA-SSD mit 2,5 ZollSchacht und SATA-Anschluss vorhanden

Ein Punkt wird oft übersehen: Viele SSDs schreiben nur so lange mit voller Geschwindigkeit, bis ein schneller Zwischenspeicher voll ist. Samsung nennt für die SATA-SSD 870 EVO mit 250 und 500 GB nach diesem Zwischenspeicher nur noch 300 MB/s beim Schreiben, ab 1 TB 530 MB/s (Datenblatt 870 EVO). Wer oft große Dateien schreibt, sollte im Datenblatt auf diesen Wert achten.

Wie wechsle ich von SATA auf NVMe?

Bau die NVMe-SSD in einen freien M.2-Steckplatz ein, kopiere dein System mit einer Software zum Klonen von der SATA-SSD auf die NVMe-SSD und stell danach im BIOS die NVMe-SSD als Startlaufwerk ein. Die alte SATA-SSD nutzt du weiter als Datenlaufwerk.

So gehst du vor:

  1. Backup machen: Sichere wichtige Daten vorher auf ein externes Laufwerk.
  2. Steckplatz prüfen: Im Handbuch steht, welcher M.2-Steckplatz NVMe kann. Bei manchen Mainboards schaltet ein belegter M.2-Steckplatz einzelne SATA-Anschlüsse ab, auch das steht im Handbuch.
  3. SSD einbauen: Mit der Schraube oder dem Clip am Ende des Steckplatzes befestigen, Kühlkörper wieder aufsetzen.
  4. System klonen: Viele SSD-Hersteller bieten dafür eine eigene Software an. Alternativ installierst du das System neu.
  5. Startlaufwerk festlegen: Im BIOS oder UEFI die NVMe-SSD an die erste Stelle der Startreihenfolge setzen.
  6. Alte SSD weiter nutzen: Nach dem Test formatierst du die SATA-SSD und nutzt sie für Daten oder Spiele.

Wann lohnt sich SATA noch?

SATA lohnt sich für ältere PCs und Notebooks ohne NVMe-Steckplatz, als zusätzliches Datenlaufwerk in einem freien 2,5-Zoll-Schacht und wenn eine SATA-SSD bei gleicher Kapazität deutlich günstiger ist. Für das Systemlaufwerk eines neuen PCs nimmst du NVMe.

SanDisk schlägt eine Aufteilung vor: eine NVMe-SSD mit 500 GB bis 1 TB für das System und eine SATA-SSD mit 2 bis 4 TB für Daten (SanDisk). Das kann sich lohnen, wenn dein Mainboard nur 1 M.2-Steckplatz hat. Für sehr große Datenmengen ist eine Festplatte pro TB noch günstiger, der Vergleich steht im Ratgeber SSD oder HDD.

Ein 2. Vorteil von SATA: Eine 2,5-Zoll-SSD passt in fast jedes ältere Gerät und lässt sich mit einem günstigen Gehäuse auch extern nutzen. Alle Modelle stehen in der Liste SSD 2,5 Zoll SATA.

Wie vergleicht ratioDB NVMe und SATA?

ratioDB ruft die amazon.de-Preise aller gelisteten SSDs alle 2 Stunden ab und rechnet sie in Preis pro TB um. NVMe, M.2 SATA und 2,5-Zoll-SATA stehen in getrennten Listen mit eigenem TB-Index. Gerade vergleicht ratioDB 121 NVMe-SSDs und 45 SATA-SSDs mit Produktseite.

Der TB-Index ist der Median der 10 günstigsten neuen Angebote je Bauform. Jedes Angebot steht mit Zustand, Preis, Kapazität und Zeitstempel in der Liste. Generalüberholte und gebrauchte SSDs zeigt ratioDB getrennt an und rechnet sie nie in den Index. Alle Regeln stehen auf der Seite Methodik.

Über den Autor

Engin Buldak baut ratioDB. Er ist Nerd und auf Reddit unterwegs. ratioDB ist sein Werkzeug, um Speicher so zu vergleichen, wie Nerds es tun: nach Preis pro TB, mit offener Rechnung und ohne Werbebanner.

Häufige Fragen zu NVMe oder SATA

Ist NVMe besser als SATA?

Beim Tempo ja: Eine NVMe-SSD mit PCIe 4.0 liest laut Datenblatt rund 7.450 MB/s, eine SATA-SSD rund 560 MB/s. Beim Laden vieler Spiele ist der Unterschied kleiner, beim Kopieren großer Dateien deutlich. Wenn dein Gerät NVMe kann, ist NVMe die bessere Wahl.

Kann ich eine NVMe-SSD in einen M.2-Steckplatz für SATA stecken?

Nur wenn der Steckplatz auch NVMe unterstützt. Ein M.2-Steckplatz, der nur SATA kann, erkennt eine NVMe-SSD nicht, auch wenn sie mechanisch passt. Im Handbuch deines Mainboards oder Notebooks steht, welche Schnittstelle jeder Steckplatz kann.

Ist NVMe für Spiele besser?

Etwas. Ohne DirectStorage laden viele Spiele von NVMe kaum schneller als von einer guten SATA-SSD, im Test von Legit Reviews lag der Unterschied bei wenigen Sekunden oder darunter. Mit DirectStorage war NVMe in Forspoken 77 % schneller.

Funktioniert eine PCIe-4.0-SSD in einem PCIe-3.0-Steckplatz?

Ja, PCIe ist abwärtskompatibel. Die SSD läuft dann mit dem Tempo von PCIe 3.0, also bis rund 3.500 MB/s statt 7.000 MB/s und mehr.

Was kostet 1 TB NVMe gerade?

Pro TB liegt der TB-Index für M.2-NVMe-SSDs auf amazon.de gerade bei 126,25 € (Stand 28.10.2026 um 03:17 Uhr). Die günstigsten Modelle je Kapazität stehen in der Tabelle oben.

Lohnt sich PCIe 5.0?

Nur wenn dein Mainboard PCIe 5.0 hat und du oft sehr große Datenmengen kopierst. SSDs mit PCIe 5.0 brauchen mehr Strom und eine gute Kühlung. Für Spiele und das System reicht PCIe 4.0 meist aus.

Ist M.2 SATA schneller als eine 2,5-Zoll-SATA-SSD?

Nein, beide nutzen dieselbe SATA-Schnittstelle und sind etwa gleich schnell, laut Coolblue ist M.2 SATA etwa so schnell wie 2,5-Zoll-SATA. M.2 spart nur Platz und Kabel. Pro TB sind M.2-SATA-SSDs auf amazon.de gerade oft teurer, der TB-Index liegt bei 149,18 €.

Kann ich NVMe und SATA gleichzeitig nutzen?

Ja, das ist eine gängige Kombination: das System auf einer schnellen NVMe-SSD, Daten und ältere Spiele auf einer SATA-SSD oder Festplatte. Prüf im Handbuch, ob ein belegter M.2-Steckplatz einzelne SATA-Anschlüsse abschaltet.

Quellen