QLC oder TLC: Unterschied, Haltbarkeit und Tempo nach vollem Cache

TLC-Flash speichert 3 Bit pro Speicherzelle, QLC-Flash 4 Bit. QLC bringt mehr Kapazität pro Chip, schreibt aber langsamer, sobald der schnelle Zwischenspeicher voll ist, und ist oft für weniger Schreibmenge freigegeben. Samsung nennt für die 870 QVO mit QLC nach vollem Cache 80 bis 160 MB/s, für die 870 EVO mit TLC 530 MB/s. Für Spiele, Büro und Datenarchive reicht QLC meist, für viel und dauerhaftes Schreiben ist TLC die sichere Wahl.
Dieser Ratgeber erklärt den Unterschied zwischen QLC und TLC mit den Angaben der Hersteller und zeigt, was SSD-Reihen mit belegter Zellart auf amazon.de gerade pro TB kosten (Stand 29.10.2026 um 01:17 Uhr). ratioDB testet keine SSDs selbst. Wir nehmen nur Reihen auf, deren Datenblatt die Zellart nennt, weil viele Hersteller sie verschweigen oder je nach Charge wechseln.
Was ist der Unterschied zwischen QLC und TLC?
TLC (Triple Level Cell) speichert 3 Bit pro Zelle und muss dafür 8 Spannungsstufen unterscheiden, QLC (Quad Level Cell) speichert 4 Bit und braucht 16 Stufen. Damit passt bei QLC rund ein Drittel mehr Daten auf dieselbe Zahl Zellen. Der Preis dafür: geringere Schreibrate nach dem Cache und meist niedrigere TBW.
Die Zahl der Stufen ergibt sich aus 2 hoch Bit-Zahl: 2 hoch 3 sind 8, 2 hoch 4 sind 16. Samsung schreibt in den eigenen Datenblättern "3bit MLC" für die 870 EVO und "4bit MLC" für die 870 QVO. Gemeint sind TLC und QLC.
| Zellart | Bit pro Zelle | Spannungsstufen | Mehr Daten als SLC |
|---|---|---|---|
| SLC (Single Level Cell) | 1 | 2 | Basis |
| MLC (Multi Level Cell) | 2 | 4 | doppelt so viel |
| TLC (Triple Level Cell) | 3 | 8 | 3-mal so viel |
| QLC (Quad Level Cell) | 4 | 16 | 4-mal so viel |
Wie viele Schreibzyklen die einzelnen Zellarten aushalten und was das für die Lebensdauer bedeutet, erklärt der Ratgeber SSD-Lebensdauer. Hier geht es um die direkte Kaufentscheidung zwischen QLC und TLC.
Ist QLC langsamer als TLC?
Beim Lesen und bei kurzen Schreibvorgängen kaum: Bei den Samsung-SSDs schreiben beide Zellarten zuerst in einen schnellen Bereich namens Intelligent TurboWrite. Ist dieser voll, fällt QLC deutlich ab: Samsung nennt für die 870 QVO danach 80 MB/s bei 1 TB und 160 MB/s ab 2 TB, für die 870 EVO mit TLC 530 MB/s ab 1 TB.
Die beiden Samsung-SSDs sind ein seltener direkter Vergleich: gleiche Bauform, gleicher Anschluss (SATA), gleicher Controller (MKX) und gleiche Spitzenwerte von 560 MB/s lesen und 530 MB/s schreiben. Der Unterschied steckt in der Zellart.
Samsung 870 EVO (TLC) und 870 QVO (QLC) laut Datenblatt
| Merkmal | 870 EVO (TLC) | 870 QVO (QLC) |
|---|---|---|
| Zellart laut Samsung | V-NAND 3bit MLC | V-NAND 4bit MLC |
| Größen | 250 GB bis 4 TB | 1 bis 8 TB |
| Lesen und Schreiben | bis 560 und 530 MB/s | bis 560 und 530 MB/s |
| Schreiben nach vollem Cache | 300 MB/s (250 und 500 GB), 530 MB/s (1 bis 4 TB) | 80 MB/s (1 TB), 160 MB/s (2 bis 8 TB) |
| TBW bei 1 TB | 600 TB | 360 TB |
| TBW bei 4 TB | 2.400 TB | 1.440 TB |
| Garantie | 5 Jahre | 3 Jahre |
| MTBF | 1,5 Millionen Stunden | 1,5 Millionen Stunden |
Quellen: Datenblatt 870 EVO, Datenblatt 870 QVO. Samsung misst die Spitzenwerte mit aktivem Intelligent TurboWrite, dem schnellen Schreibbereich der SSD.
Für den Alltag heißt das: Ein Spiel zu installieren oder ein paar Fotos zu kopieren merkst du bei QLC kaum. Kopierst du aber 200 GB Videos am Stück auf eine 1-TB-QVO, sinkt die Rate laut Samsung auf 80 MB/s, langsamer als viele Festplatten. Bei der EVO bleibt sie ab 1 TB bei 530 MB/s.
Ist eine QLC-SSD nach vollem Cache langsamer als eine Festplatte?
Bei kleinen QLC-SSDs kann das passieren. Samsung nennt für die 870 QVO mit 1 TB nach vollem Cache 80 MB/s. Eine NAS-Festplatte wie die Seagate IronWolf Pro 24 TB schafft laut Datenblatt bis 285 MB/s, eine WD Red Plus 8 TB bis 215 MB/s. Beim zufälligen Lesen bleibt jede SSD weit vorn.
| Laufwerk | Dauerhaftes Schreiben laut Hersteller | Quelle |
|---|---|---|
| Samsung 870 QVO 1 TB (QLC) nach vollem Cache | 80 MB/s | Samsung |
| Samsung 870 QVO 2 bis 8 TB (QLC) nach vollem Cache | 160 MB/s | Samsung |
| WD Red Plus 8 TB (WD80EFPX), Festplatte | bis 215 MB/s | Western Digital |
| Seagate IronWolf Pro 24 TB, Festplatte | bis 285 MB/s | Seagate |
| Samsung 870 EVO 1 bis 4 TB (TLC) nach vollem Cache | 530 MB/s | Samsung |
Werte laut Datenblättern Samsung 870 QVO und 870 EVO, WD Red Plus und IronWolf Pro. Seagate nennt bei Festplatten ausdrücklich die Datenrate am äußeren Rand der Scheiben (OD), Western Digital einen Höchstwert.
Für den Alltag zählt das nur, wenn du sehr große Datenmengen am Stück schreibst. Beim Starten von Programmen, beim Laden von Spielen und bei vielen kleinen Dateien ist auch eine QLC-SSD einer Festplatte weit voraus, weil sie keine Köpfe bewegen muss.
Gibt es QLC auch bei NVMe-SSDs?
Ja. Die WD Blue SN5100 nutzt laut SanDisk QLC und liest mit PCIe 4.0 bis 7.100 MB/s. Auch die Crucial P310 nutzt laut Tom's Hardware QLC von Micron. Bei den Spitzenwerten liegen solche SSDs nah an TLC-Modellen wie der Samsung 990 EVO Plus.
| SSD | Zellart | Lesen laut Hersteller | Schreiben laut Hersteller | TBW bei 2 TB |
|---|---|---|---|---|
| WD Blue SN5100 2 TB | QLC laut SanDisk | bis 7.100 MB/s | bis 6.700 MB/s | 900 TB |
| Crucial P310 2 TB | QLC laut Tom's Hardware | k. A. | k. A. | 440 TB laut Tom's Hardware |
| Samsung 990 EVO Plus 2 TB | TLC laut Samsung | bis 7.250 MB/s | bis 6.300 MB/s | 1.200 TB |
| Samsung 990 PRO 2 TB | TLC laut Samsung | bis 7.450 MB/s | bis 6.900 MB/s | 1.200 TB |
Für die Crucial P310 liegt uns kein Datenblatt mit Zellart vor, deshalb stehen die Werte aus dem Testbericht von Tom's Hardware und keine Herstellerwerte (k. A. = keine Angabe). In der Preistabelle oben fehlt die P310 aus demselben Grund. Die Spitzenwerte gelten jeweils, solange der schnelle Zwischenspeicher frei ist.
Was ist ein SLC-Cache?
Ein SLC-Cache ist ein Teil des Flash-Speichers, der vorübergehend nur 1 Bit pro Zelle speichert und dadurch schnell schreibt. Neue Daten landen zuerst dort und werden später in TLC- oder QLC-Zellen umgeschrieben. Samsung nennt das Intelligent TurboWrite, SanDisk nCache 4.0.
Wie groß der Cache ist, nennen viele Hersteller nicht. StorageReview beschreibt nCache 4.0 in der WD Blue SN5100 als Pseudo-SLC-Cache, in den die Daten zuerst geschrieben und dann in den QLC-Speicher übertragen werden (StorageReview). Tom's Hardware hat bei der Crucial P310 mit 2 TB einen Pseudo-SLC-Cache von rund 400 GB ermittelt (Tom's Hardware, 17.07.2024).
Der Cache kostet Platz: Tom's Hardware rechnet bei der P310 vor, dass 400 GB Pseudo-SLC-Cache 1.600 GB normalen Speicher belegen, weil jede Zelle im Cache nur 1 statt 4 Bit speichert. Bei Samsung zeigt sich zudem ein Größeneffekt direkt im Datenblatt: Die 870 QVO schreibt nach vollem Cache mit 1 TB nur halb so schnell wie ab 2 TB.
Hält eine QLC-SSD weniger lange als eine TLC-SSD?
Meist ja, aber nicht immer. Samsung gibt die 870 QVO mit QLC für 360 TB pro TB Kapazität frei, die 870 EVO mit TLC für 600 TB. SanDisk nennt für die WD Blue SN5100 mit QLC und 1 TB dagegen 600 TBW, genauso viel wie Samsung für seine TLC-SSDs mit 1 TB.
TBW (Terabytes Written) ist die Datenmenge, die du laut Hersteller schreiben darfst, bevor die Garantie endet, falls die Garantiezeit nicht vorher abläuft. Samsung schreibt, dass seine Angaben zur Haltbarkeit der Norm JESD218 von JEDEC entsprechen. JEDEC ist ein Normengremium der Mikroelektronik-Branche, JESD218 legt Betriebsbedingungen und Prüfregeln für die Haltbarkeit von SSDs fest (JEDEC).
TBW pro TB Kapazität laut Datenblatt
| SSD | Zellart | TBW je Größe | TBW pro TB | Garantie |
|---|---|---|---|---|
| Samsung 870 QVO | QLC | 360 TB (1 TB) bis 2.880 TB (8 TB) | 360 TB | 3 Jahre |
| WD Blue SN5100 | QLC | 300 TB (500 GB) bis 1.200 TB (4 TB) | 300 bis 600 TB | 5 Jahre |
| Samsung 870 EVO | TLC | 150 TB (250 GB) bis 2.400 TB (4 TB) | 600 TB | 5 Jahre |
| Samsung 990 EVO Plus | TLC | 600 TB (1 TB) bis 2.400 TB (4 TB) | 600 TB | 5 Jahre |
| Samsung 990 PRO | TLC | 600 TB (1 TB) und 1.200 TB (2 TB) | 600 TB | 5 Jahre |
| Samsung 9100 PRO | TLC | 600 TB (1 TB) bis 4.800 TB (8 TB) | 600 TB | 5 Jahre |
Quellen: Datenblätter Samsung 870 QVO, 870 EVO, 990 EVO Plus, 990 PRO, 9100 PRO sowie die Herstellerangaben zur WD Blue SN5100 (SanDisk-Datenblatt 08/2025, wiedergegeben von StorageReview).
Bei der SN5100 sinkt die TBW pro TB mit der Größe: 600 TB bei 1 TB, 450 TB bei 2 TB und 300 TB bei 4 TB. Für die meisten Nutzer reichen alle Werte trotzdem viele Jahre. Wer jeden Tag 50 GB schreibt, kommt im Jahr auf rund 18 TB und bräuchte für 360 TBW rund 20 Jahre.
Was kosten QLC- und TLC-SSDs gerade pro TB?
Auf amazon.de hatte beim letzten Abruf keine SSD-Reihe ein neues Angebot, deren Datenblatt QLC nennt. Die günstigste SSD mit TLC laut Datenblatt kostet gerade 157,50 € pro TB (Samsung 990 PRO 4 TB).
SSD-Reihen mit Zellart laut Datenblatt, günstigstes neues Angebot auf amazon.de, Stand 29.10.2026 um 01:17 Uhr
| Reihe | Zellart laut Datenblatt | Schnittstelle | TBW pro TB | Garantie | Günstigstes Angebot | Preis pro TB |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Samsung 870 EVO | TLC | SATA | 600 TB | 5 Jahre | Samsung 870 EVO 1 TB: 263,41 € | 263,41 € |
| Samsung 990 EVO Plus | TLC | PCIe 4.0 | 600 TB | 5 Jahre | Samsung 990 EVO Plus 4 TB: 706,80 € | 176,70 € |
| Samsung 990 PRO | TLC | PCIe 4.0 | 600 TB | 5 Jahre | Samsung 990 PRO 4 TB: 629,99 € | 157,50 € |
| Samsung 9100 PRO | TLC | PCIe 5.0 | 600 TB | 5 Jahre | Samsung 9100 PRO 2 TB: 419,00 € | 209,50 € |
Wir zeigen nur Reihen, deren Datenblatt die Zellart nennt. Fehlt eine Reihe, hatte sie beim letzten Abruf kein neues Angebot auf amazon.de. Zum Vergleich: Der TB-Index für alle M.2-NVMe-SSDs liegt gerade bei 125,00 € pro TB, für 2,5-Zoll-SATA-SSDs bei 109,50 € pro TB. Viele günstige SSDs nennen die Zellart nicht, ob sie QLC oder TLC nutzen, lässt sich dann aus dem Datenblatt nicht klären.
Die 870 QVO mit QLC hatte beim letzten Abruf kein neues Angebot auf amazon.de, die 870 EVO mit TLC kostet 263,41 € pro TB (Samsung 870 EVO 1 TB). Wie sich SSD-Preise allgemein entwickeln, steht im Ratgeber SSD-Preise.
Woran erkenne ich, ob eine SSD QLC oder TLC nutzt?
Am sichersten im Datenblatt des Herstellers. Samsung nennt die Zellart dort ausdrücklich, SanDisk ebenfalls für die WD Blue SN5100. Viele andere Hersteller schreiben nur "3D NAND" ohne Bit-Zahl. Hinweise geben auch die Garantie, die TBW und die Schreibrate nach dem Cache.
So gehst du vor:
- Datenblatt lesen: Suche nach QLC, TLC, "3bit" oder "4bit". Steht nur "3D NAND", ist die Zellart offen.
- Garantie und TBW vergleichen: 3 Jahre Garantie und eine niedrige TBW pro TB sind ein Hinweis auf QLC, wie bei der 870 QVO. Ein Beweis ist das nicht, die SN5100 hat trotz QLC 5 Jahre.
- Testberichte lesen: Fachmagazine wie Tom's Hardware oder StorageReview nennen oft den verbauten Flash, etwa QLC bei der Crucial P310.
- Titel im Shop: Händler schreiben QLC oder TLC manchmal in den Titel. Das ist eine Verkäuferangabe und kann falsch sein.
Bei den hier ausgewerteten Samsung-Reihen steht "QVO" für QLC, "EVO" und "PRO" für TLC, jeweils laut Datenblatt. Bei anderen Marken gibt es kein festes Schema.
Für wen lohnt sich QLC, für wen TLC?
QLC lohnt sich für große Spiele-Bibliotheken, Medienarchive und Zweitlaufwerke, die viel gelesen und selten in großen Mengen beschrieben werden. TLC ist die bessere Wahl für das Systemlaufwerk, Videoschnitt, virtuelle Maschinen und alles, was regelmäßig große Datenmengen schreibt.
| Einsatz | Empfehlung | Warum |
|---|---|---|
| Spiele-Bibliothek | QLC oder TLC | Spiele werden vor allem gelesen |
| Systemlaufwerk | TLC | Updates und Auslagerung schreiben ständig |
| Videoschnitt, große Kopien | TLC | Schreibrate nach dem Cache bleibt hoch |
| Medienarchiv, Zweitlaufwerk | QLC | viel Platz, selten große Schreibmengen |
| NAS-Cache, Datenbank | TLC | dauerhaftes Schreiben, hohe TBW nötig |
| Notebook mit 1 Steckplatz | TLC | ein Laufwerk muss alles können |
Der Preis entscheidet am Ende mit. Kostet eine TLC-SSD pro TB kaum mehr als eine QLC-SSD, nimm TLC. Ist QLC deutlich günstiger und nutzt du die SSD vor allem als Lager, spar dir den Aufpreis. Für reine Datengräber mit vielen TB ist eine Festplatte pro TB weiter deutlich günstiger, mehr dazu im Ratgeber SSD oder HDD.
Ist QLC für die PS5 oder als Spiele-SSD geeignet?
Ja, für Spiele reicht QLC in der Regel. Spiele werden nach der Installation vor allem gelesen, und beim Lesen liegen QLC und TLC laut Herstellerangaben nah beieinander. Die WD Blue SN5100 mit QLC liest laut SanDisk bis 7.100 MB/s, die Samsung 990 EVO Plus mit TLC bis 7.250 MB/s.
Langsamer wird QLC beim Installieren großer Spiele, wenn der Cache voll läuft. Welche SSDs in die PS5 passen und welche Vorgaben Sony macht, steht im Ratgeber PS5-SSD, die empfehlenswerten Reihen im Ratgeber Beste SSD. Ob NVMe oder SATA für dich reicht, erklärt der Ratgeber NVMe oder SATA.
Wie ordnet ratioDB QLC und TLC zu?
ratioDB ordnet eine SSD-Reihe nur dann QLC oder TLC zu, wenn das Datenblatt des Herstellers die Zellart nennt. Die Preise ruft ratioDB regelmäßig auf amazon.de ab und rechnet sie in Preis pro TB um, mit 1 TB gleich 10^12 Byte.
Angaben in Händlertiteln übernehmen wir nicht, weil sie nicht geprüft sind. Die Tabelle zeigt je Reihe das günstigste neue Einzelstück, egal in welcher Größe. Eigene Messungen machen wir nicht, alle technischen Werte stammen aus den verlinkten Datenblättern. Alle Regeln stehen auf der Seite Methodik. Alle Angebote findest du unter SSD M.2 NVMe und SSD 2,5 Zoll SATA.
Häufige Fragen zu QLC und TLC
Was ist besser, QLC oder TLC?
TLC schreibt nach vollem Cache schneller und hat meist eine höhere TBW. QLC bietet mehr Kapazität pro Chip. Für Systemlaufwerk und viel Schreiben ist TLC besser, für Spiele und Archive reicht QLC meist.
Wie lange hält eine QLC-SSD?
Samsung gibt die 870 QVO mit 1 TB für 360 TBW frei, SanDisk die WD Blue SN5100 mit 1 TB für 600 TBW. Bei 50 GB pro Tag reichen 360 TBW rechnerisch rund 20 Jahre. Die Garantie endet je nach Modell nach 3 oder 5 Jahren.
Ist QLC langsamer als TLC?
Beim Lesen kaum. Beim Schreiben großer Datenmengen nach vollem Cache ja: Samsung nennt für die 870 QVO danach 80 bis 160 MB/s, für die 870 EVO 530 MB/s ab 1 TB.
Gibt es QLC-SSDs mit NVMe?
Ja, zum Beispiel die WD Blue SN5100, die laut SanDisk QLC nutzt und mit PCIe 4.0 bis 7.100 MB/s liest. Laut Tom's Hardware nutzt auch die Crucial P310 QLC.
Ist die Samsung 870 QVO QLC?
Ja. Samsung nennt im Datenblatt "Samsung 4bit MLC V-NAND", das ist QLC. Die 870 EVO nutzt laut Samsung "V-NAND 3bit MLC", also TLC.
Nutzt die Samsung 990 EVO Plus QLC oder TLC?
Samsung nennt im Datenblatt der 990 EVO Plus "Samsung V-NAND TLC". Auch 990 PRO und 9100 PRO nutzen laut Samsung TLC.
Was bedeutet SLC-Cache?
Ein Teil des Flash-Speichers arbeitet vorübergehend mit 1 Bit pro Zelle und nimmt neue Daten schnell auf. Später schreibt die SSD sie in die TLC- oder QLC-Zellen um. Ist der Cache voll, sinkt die Schreibrate.
Quellen
- Samsung: Datenblatt 870 QVO, Datenblatt 870 EVO, Broschüre 990 EVO Plus, Datenblatt 990 PRO, Datenblatt 9100 PRO
- SanDisk: Datenblatt WD Blue SN5100 (08/2025), Werte auch bei StorageReview
- JEDEC JESD218: Solid-State Drive Requirements and Endurance Test Method
- Testberichte: StorageReview zur WD Blue SN5100, Tom's Hardware zur Crucial P310 (17.07.2024)
- ratioDB: amazon.de-Preise, Methodik