SSD-Geschwindigkeit testen: CrystalDiskMark richtig lesen

Die Geschwindigkeit einer SSD testest du unter Windows am einfachsten mit CrystalDiskMark, einem kostenlosen Benchmark (Leistungstest) von Crystal Dew World. Das Programm misst Lesen und Schreiben in MB/s, etwa mit SEQ1M Q8T1 für große Dateien und RND4K Q1T1 für kleine Zugriffe. Ob dein Ergebnis passt, zeigt der Vergleich mit dem Datenblatt und der Grenze der Schnittstelle, also SATA mit rund 600 MB/s oder PCIe.
Dieser Ratgeber zeigt, wie du den Test machst, was die Werte bedeuten, welche Ergebnisse du je Schnittstelle erwarten kannst und warum eine SSD oft langsamer misst als auf der Verpackung. Die Angaben stammen von Crystal Dew World, Microsoft, Apple, der SATA-IO, aus Datenblättern von Samsung und Sandisk und aus Fachartikeln von Transcend und Advantech. ratioDB testet keine SSDs selbst, wir vergleichen Preise und Datenblätter. Die Live-Preise von amazon.de stehen weiter unten (Stand 29.10.2026 um 13:17 Uhr).
Wie teste ich die Geschwindigkeit meiner SSD?
Lade CrystalDiskMark von der Seite crystalmark.info, wähle oben das Laufwerk und klicke auf "All". Das Programm schreibt eine Testdatei auf die SSD und misst nacheinander Lesen und Schreiben. Schließe vorher andere Programme, damit sie das Ergebnis nicht verfälschen.
So gehst du Schritt für Schritt vor:
- Programm laden: CrystalDiskMark gibt es auf der Seite von Crystal Dew World. Laut Hersteller läuft Version 9.0.3 vom 24.05.2026 unter Windows XP bis Windows 11 und auf Windows Server, für x86, x64 und ARM64.
- Laufwerk wählen: In der Auswahlliste oben stellst du das Laufwerk ein, also zum Beispiel C: für die Systemplatte oder den Buchstaben deiner neuen SSD.
- Programme schließen: Downloads, Spiele-Updates und Virenscans greifen sonst parallel auf die SSD zu.
- Test starten: Ein Klick auf "All" startet alle 4 Tests nacheinander.
- Ergebnis vergleichen: Die oberste Zeile vergleichst du mit dem Lesewert im Datenblatt. Wie das geht, steht im Abschnitt zur Auswertung.
Crystal Dew World weist selbst auf 3 Dinge hin: Ergebnisse verschiedener Hauptversionen lassen sich nicht vergleichen, das Ergebnis hängt von Größe, Lage und Fragmentierung der Testdatei ab, und der Test kann die Lebensdauer von SSDs und USB-Sticks verkürzen, weil er viele Daten schreibt. Teste also gezielt, etwa nach dem Einbau, und lass das Programm nicht dauernd laufen. Wie viel Schreiben eine SSD aushält, erklärt der Ratgeber SSD-Lebensdauer.
Was bedeuten SEQ1M Q8T1 und RND4K Q1T1?
SEQ steht für sequentiell, also große Dateien am Stück, RND für zufällige Zugriffe. 1M und 4K sind die Blockgrößen von 1 MiB und 4 KiB. Q ist die Warteschlange (Queue Depth), T die Zahl der Threads. SEQ1M Q8T1 zeigt das Höchsttempo, RND4K Q1T1 das Tempo im Alltag.
Die 4 Zeilen von CrystalDiskMark im Überblick:
| Test | Was gemessen wird | Wofür wichtig |
|---|---|---|
| SEQ1M Q8T1 | Blöcke von 1 MiB am Stück, 8 Anfragen gleichzeitig, 1 Thread | große Dateien kopieren, Spiele installieren, Videos |
| SEQ1M Q1T1 | Blöcke von 1 MiB am Stück, 1 Anfrage, 1 Thread | einzelne große Dateien ohne Warteschlange |
| RND4K Q32T1 | Blöcke von 4 KiB verstreut, 32 Anfragen gleichzeitig, 1 Thread | viele parallele Zugriffe, etwa virtuelle Maschinen |
| RND4K Q1T1 | Blöcke von 4 KiB verstreut, 1 Anfrage, 1 Thread | Systemstart, Programme öffnen, kleine Dateien |
Die Werte in der Zeile SEQ1M Q8T1 sind die höchsten und am ehesten mit dem Datenblatt vergleichbar. Die Werte in RND4K Q1T1 sind viel kleiner, auch bei sehr schnellen SSDs. Das ist normal, wie das Rechenbeispiel im nächsten Abschnitt zeigt. Das Portal Digital Citizen nennt RND4K Q1T1 trotzdem die wichtigste Zeile für die meisten Nutzer, weil sie Systemstart, Programmstart und das Tempo im Alltag beeinflusst.
Eine Einheit noch: Laut Crystal Dew World bedeutet 1 MB/s in CrystalDiskMark genau 1.000.000 Byte pro Sekunde, 1 GB sind 1.000 MB. Die Hersteller rechnen in ihren Datenblättern meist genauso, Sandisk etwa schreibt das ausdrücklich dazu.
Was ist der Unterschied zwischen MB/s und IOPS?
MB/s gibt an, wie viele Daten pro Sekunde fließen. IOPS (Input/Output Operations per Second) zählt die Zugriffe pro Sekunde. Für große Dateien zählt MB/s, für kleine Zugriffe zählen IOPS. Beides hängt über die Blockgröße zusammen: IOPS mal Blockgröße ergibt MB/s.
Ein Beispiel aus dem Datenblatt der Samsung 870 EVO: Sie schafft bei zufälligem Lesen mit 4 KB und Warteschlange 1 laut Samsung bis zu 13.000 IOPS, mit Warteschlange 32 bis zu 98.000 IOPS. 13.000 Zugriffe zu je 4.096 Byte ergeben rund 53 MB/s. Deshalb wirkt der RND4K-Wert neben den 560 MB/s beim sequentiellen Lesen so klein. Die Samsung 990 PRO mit PCIe 4.0 nennt Samsung mit bis zu 1.200.000 IOPS beim zufälligen Lesen, gemessen mit Warteschlange 32 und 16 Threads. Solche Höchstwerte erreichst du nur mit vielen parallelen Anfragen.
CrystalDiskMark zeigt standardmäßig MB/s. Hersteller nennen bei zufälligen Zugriffen meist IOPS und schreiben die Warteschlange dazu. Vergleiche also immer gleiche Bedingungen.
Welche Werte sind normal für SATA und NVMe?
Eine SATA-SSD liest höchstens rund 550 bis 560 MB/s, weil SATA III bei rund 600 MB/s endet. NVMe-SSDs mit PCIe 3.0 lesen bis rund 3.500 MB/s, mit PCIe 4.0 bis rund 7.450 MB/s und mit PCIe 5.0 bis rund 14.900 MB/s, jeweils laut Datenblatt aktueller Modelle.
Die Grenzen der Schnittstellen und Beispiele aus Datenblättern:
| Schnittstelle | Übertragungsrate | Grenze in der Praxis | Beispiel laut Hersteller (Lesen) |
|---|---|---|---|
| SATA III | 6 Gb/s | rund 600 MB/s | Samsung 870 EVO: 560 MB/s |
| PCIe 3.0 x4 | 8 GT/s je Lane | rund 4 GB/s | Samsung 970 EVO Plus: 3.500 MB/s |
| PCIe 4.0 x4 | 16 GT/s je Lane | rund 8 GB/s | Samsung 990 PRO: 7.450 MB/s |
| PCIe 5.0 x4 | 32 GT/s je Lane | rund 16 GB/s | WD_BLACK SN8100: 14.900 MB/s |
Die SATA-IO, die den SATA-Standard verwaltet, nennt für SATA mit 6 Gb/s einen theoretischen Höchstwert von rund 600 MB/s. Für PCIe nennt Tom's Hardware 32, 64 und 128 GB/s für PCIe 3.0, 4.0 und 5.0 bei 16 Lanes in beide Richtungen zusammen. Eine M.2-SSD nutzt 4 Lanes (x4), daraus ergeben sich rund 4, 8 und 16 GB/s in eine Richtung. Die Spitzenmodelle kommen der Grenze also nahe. Günstigere Reihen derselben Generation nennen in ihren Datenblättern oft niedrigere Werte, schau deshalb immer in das Datenblatt deines Modells.
Beim Schreiben liegen die Datenblattwerte meist etwas niedriger, bei der 870 EVO sind es 530 MB/s, bei der 990 PRO 6.900 MB/s. Wie NVMe und SATA sich im Alltag unterscheiden, erklärt der Ratgeber NVMe oder SATA, was PCIe 5.0 bringt, der Ratgeber PCIe-5.0-SSD.
Wie vergleiche ich mein Ergebnis mit dem Datenblatt?
Vergleiche die Zeile SEQ1M Q8T1 mit dem sequentiellen Lesen und Schreiben im Datenblatt. Liegt dein Wert nahe am Datenblatt, ist alles in Ordnung. Liegt er deutlich darunter, prüfe Steckplatz, Temperatur und Füllstand. Bei RND4K ist der Vergleich schwierig, weil Hersteller andere Warteschlangen nennen.
Datenblätter nennen Höchstwerte unter Idealbedingungen. Samsung schreibt zur 870 EVO, dass die sequentiellen Werte mit CrystalDiskMark 5.0.2 gemessen wurden. Bei der 990 PRO nutzt Samsung dagegen IOmeter, ein anderes Messprogramm. Sandisk nennt für die SN8100 eigene Tests und schreibt dazu, dass die Leistung je nach Gerät, Nutzung und Kapazität abweichen kann. Kleine Abweichungen von einigen Prozent sind deshalb normal.
Achte beim Vergleich auf die Kapazität: Manche Hersteller nennen je Kapazität andere Werte. Bei der 990 PRO stehen für 1 TB und 2 TB dieselben 7.450 MB/s im Datenblatt, bei der 870 EVO unterscheiden sich die Modelle beim Schreiben nach dem Cache. Schau also im Datenblatt genau in die Zeile deiner Kapazität.
Warum ist meine SSD langsamer als angegeben?
Die häufigsten Gründe sind ein Steckplatz mit älterer PCIe-Generation oder weniger Lanes, ein voller SLC-Cache, Hitze, eine fast volle SSD und Hintergrundprogramme. Bei externen SSDs bremst oft der USB-Anschluss. Die meisten Ursachen kannst du selbst prüfen.
Die Ursachen im Einzelnen:
- Steckplatz: Eine SSD mit PCIe 4.0 in einem Steckplatz mit PCIe 3.0 läuft mit PCIe 3.0, also bis rund 4 GB/s. Viele Mainboards haben mehrere M.2-Steckplätze mit unterschiedlicher Anbindung. Welcher Steckplatz welche Generation hat, steht im Handbuch deines Mainboards.
- SLC-Cache: SSDs schreiben zuerst in einen schnellen Zwischenspeicher. Ist er voll, sinkt das Tempo. Bei der 870 EVO mit 250 und 500 GB fällt das Schreiben laut Samsung danach auf rund 300 MB/s, die Modelle ab 1 TB halten 530 MB/s. Mehr dazu im Ratgeber SSD-Cache.
- Füllstand: Bei einem dynamischen SLC-Cache hängt seine Größe laut Advantech vom freien Platz ab. Größere und weniger volle SSDs schreiben deshalb mehr Daten mit vollem Tempo als kleine oder fast volle.
- Hitze: Wird die SSD zu heiß, drosselt sie sich selbst (Thermal Throttling). Transcend beschreibt für eine seiner PCIe-SSDs Schutzstufen ab 85, 95 und 100 °C. Was normal ist, zeigt der Ratgeber SSD-Temperatur, was ein Kühlkörper bringt, der Ratgeber SSD-Kühlkörper.
- Testdaten: Laut Crystal Dew World hängen manche SSDs davon ab, ob die Testdaten zufällig oder voller Nullen sind. Teste deshalb mit den Standardeinstellungen.
- Externe SSD: Am USB-Anschluss ist die Schnittstelle oft die Grenze. Welcher USB-Standard wie schnell ist, erklärt der Ratgeber USB-Geschwindigkeiten.
Prüfe außerdem, ob TRIM aktiv ist. Wie das geht und warum es wichtig ist, steht im Ratgeber SSD TRIM.
Was kostet eine schnelle SSD pro TB?
Die günstigste NVMe-SSD mit PCIe 4.0 kostet auf amazon.de gerade 124,27 € pro TB (Intenso MI500 2 TB). Die günstigste SATA-SSD im 2,5-Zoll-Format liegt bei 97,50 € pro TB. Der TB-Index der M.2-NVMe-SSDs steht bei 127,04 € pro TB (Stand 29.10.2026 um 13:17 Uhr).
Neue SSDs auf amazon.de nach Schnittstelle, bekannte Marken, Stand 29.10.2026 um 13:17 Uhr
| Schnittstelle | Grenze der Schnittstelle | Angebote neu | Günstigste pro TB | Preis pro TB | Median pro TB |
|---|---|---|---|---|---|
| SATA, 2,5 Zoll | rund 600 MB/s | 26 | Crucial BX500 4 TB: 389,99 € (4 TB) | 97,50 € | 151,08 € |
| M.2 SATA | rund 600 MB/s | 5 | Verbatim Vi560 S3 2 TB: 239,95 € (2 TB) | 119,98 € | 149,18 € |
| NVMe PCIe 3.0 x4 | rund 4 GB/s | 12 | Verbatim Vi3000 2 TB: 266,37 € (2 TB) | 133,19 € | 172,87 € |
| NVMe PCIe 4.0 x4 | rund 8 GB/s | 62 | Intenso MI500 2 TB: 248,54 € (2 TB) | 124,27 € | 180,00 € |
| NVMe PCIe 5.0 x4 | rund 16 GB/s | 16 | Biwin Black Opal X570 4 TB: 599,99 € (4 TB) | 150,00 € | 213,49 € |
Die Generation ordnen wir nach dem Angebotstitel zu. Modelle ohne Angabe der Generation fehlen in den NVMe-Zeilen. Im Median kostet eine NVMe-SSD mit PCIe 4.0 rund 19,1 % mehr pro TB als eine 2,5-Zoll-SSD mit SATA (180,00 € gegen 151,08 €). PCIe 5.0 kostet im Median noch einmal rund 18,6 % mehr als PCIe 4.0 (213,49 € gegen 180,00 €).
Bei 1 TB kostet die günstigste SATA-SSD gerade 122,41 € (Verbatim Vi550 S3 1 TB), die günstigste NVMe-SSD mit PCIe 4.0 157,90 € (Intenso MI500 1 TB) und die günstigste mit PCIe 5.0 189,99 € (Biwin Black Opal X570 1 TB). Wenn dein Mainboard einen freien M.2-Steckplatz hat, ist NVMe meist die bessere Wahl. In älteren PCs und Notebooks mit 2,5-Zoll-Schacht bleibt SATA die passende Lösung.
Alle Angebote findest du unter SSD M.2 NVMe, SSD intern 2,5 Zoll SATA und SSD M.2 SATA.
Gibt es Alternativen zu CrystalDiskMark?
Ja. Unter Windows misst der eingebaute Befehl "winsat disk" Lesen und Schreiben, er braucht eine Eingabeaufforderung mit Administratorrechten. Auf dem Mac gibt es den kostenlosen Blackmagic Disk Speed Test aus dem App Store. Beide liefern andere Zahlen als CrystalDiskMark, vergleiche also nur gleiche Programme.
So nutzt du die Alternativen:
- winsat disk (Windows): Öffne die Eingabeaufforderung als Administrator und gib zum Beispiel winsat disk -seq -read -drive c ein. Laut Microsoft misst -seq sequentiell, -ran zufällig, -read das Lesen und -write das Schreiben. Den Laufwerksbuchstaben schreibst du ohne Doppelpunkt.
- Blackmagic Disk Speed Test (Mac): Die App von Blackmagic Design ist laut App Store kostenlos und braucht macOS 10.13 oder neuer. Sie schreibt große Datenblöcke auf das Laufwerk, liest sie zurück und zeigt Lesen und Schreiben fortlaufend an. Sie ist für Videoarbeit gedacht und zeigt auch, ob ein Laufwerk für bestimmte Videoformate schnell genug ist.
- Messarten in CrystalDiskMark: Laut Crystal Dew World kennt das Programm die Messarten Peak, Real World und Demo. Vergleiche Ergebnisse nur innerhalb derselben Messart.
Wichtig bei allen Programmen: Ein Geschwindigkeitstest sagt nichts über die Gesundheit der SSD. Ob deine SSD in Ordnung ist, prüfst du mit den SMART-Werten, wie im Ratgeber Festplatte prüfen beschrieben.
Merke ich den Unterschied zwischen schnellen und sehr schnellen SSDs?
Beim Kopieren großer Dateien ja, im Alltag oft weniger. Systemstart und Programmstart hängen laut Digital Citizen vor allem an kleinen Zugriffen, also an RND4K Q1T1, und die liegen bei allen SSDs weit unter den sequentiellen Werten. Der größte Sprung ist der von einer Festplatte auf eine SSD.
Zum Vergleich: Selbst die Server-Festplatte Seagate Exos 7E10 liest laut Datenblatt am Stück höchstens 215 MB/s mit SATA und 236 MB/s mit SAS, weniger als die Hälfte einer SATA-SSD. Von SATA auf NVMe merkst du den Unterschied vor allem bei großen Dateien, etwa beim Installieren von Spielen oder beim Videoschnitt. Ob sich der Aufpreis für PCIe 5.0 lohnt, klärt der Ratgeber zur PCIe-5.0-SSD. Wer vor allem spielt, findet Tipps im Ratgeber Gaming-SSD, den Unterschied zwischen Speicherzellen erklärt der Ratgeber QLC oder TLC.
Wie vergleicht ratioDB SSDs?
ratioDB ruft die amazon.de-Preise aller gelisteten SSDs regelmäßig ab und rechnet sie in Preis pro TB um, mit 1 TB gleich 1.000.000.000.000 Byte. Der TB-Index ist der Median der 10 günstigsten neuen Angebote einer Bauform.
Die Tabelle in diesem Ratgeber zeigt nur neue Einzelstücke bekannter Marken. Die PCIe-Generation entnehmen wir dem Angebotstitel, Angaben zur Geschwindigkeit stammen aus den Datenblättern der Hersteller. Gebrauchte und generalüberholte Angebote sind gekennzeichnet und zählen nie zum Index. ratioDB misst keine SSDs selbst. Alle Regeln stehen auf der Seite Methodik, alle SSDs unter SSD Preise pro TB.
Häufige Fragen zum SSD-Geschwindigkeitstest
Welcher Wert in CrystalDiskMark ist der wichtigste?
Für das Höchsttempo zählt SEQ1M Q8T1, diesen Wert vergleichst du mit dem Datenblatt. Für das Gefühl im Alltag, also Systemstart und Programme öffnen, zählt RND4K Q1T1. Dieser Wert ist bei allen SSDs viel kleiner, das ist normal.
Ist CrystalDiskMark kostenlos?
Ja. CrystalDiskMark ist laut Wikipedia ein Open-Source-Programm von Noriyuki Miyazaki und kostenlos auf der Seite crystalmark.info erhältlich. Es läuft unter Windows.
Schadet ein Geschwindigkeitstest meiner SSD?
Ein einzelner Test schadet nicht. Crystal Dew World weist aber darauf hin, dass CrystalDiskMark die Lebensdauer von SSDs und USB-Sticks verkürzen kann, weil jeder Durchlauf Daten schreibt. Teste deshalb gezielt und nicht ständig.
Wie schnell ist eine gute NVMe-SSD?
Mit PCIe 4.0 lesen aktuelle Spitzenmodelle bis rund 7.450 MB/s, etwa die Samsung 990 PRO laut Datenblatt. Mit PCIe 5.0 sind es bis 14.900 MB/s, etwa die WD_BLACK SN8100 laut Sandisk. Günstigere Modelle liegen darunter.
Warum ist meine NVMe-SSD nur so schnell wie mit PCIe 3.0?
Meist steckt sie in einem Steckplatz mit PCIe 3.0 oder einer geringeren Anbindung. Im Handbuch deines Mainboards steht, welcher M.2-Steckplatz welche Generation hat. Mit PCIe 3.0 x4 ist bei rund 4 GB/s Schluss.
Warum misst meine SSD beim Schreiben plötzlich weniger?
Wahrscheinlich ist der SLC-Cache voll. Bei der Samsung 870 EVO mit 250 oder 500 GB fällt das Schreiben laut Datenblatt danach auf rund 300 MB/s. Eine fast volle SSD hat oft einen kleineren Cache.
Kann ich die Geschwindigkeit ohne Zusatzprogramm testen?
Ja, unter Windows mit dem Befehl winsat disk in einer Eingabeaufforderung mit Administratorrechten, zum Beispiel winsat disk -seq -read -drive c. Auf dem Mac brauchst du eine App wie den kostenlosen Blackmagic Disk Speed Test.
Quellen
- Crystal Dew World: CrystalDiskMark, Version, Systeme und Hinweise (englisch)
- Wikipedia: CrystalDiskMark, Entwickler und Lizenz (englisch)
- Digital Citizen: Was die Werte von CrystalDiskMark bedeuten (englisch)
- Microsoft: winsat disk, Befehle und Rechte (englisch)
- Apple App Store: Blackmagic Disk Speed Test (englisch)
- SATA-IO: SATA 6Gb/s, theoretischer Höchstwert (englisch, PDF)
- Tom's Hardware: PCIe-Generationen und Bandbreite (englisch)
- Samsung: Datenblatt 870 EVO (englisch, PDF), Datenblatt 990 PRO (englisch, PDF), Mitteilung 970 EVO Plus, 2019 (englisch)
- Sandisk: Mitteilung WD_BLACK SN8100, 2025 (englisch)
- Transcend: Dynamic Thermal Throttling (englisch)
- Advantech: SSD-Leistung mit SLC-Cache (englisch)
- Seagate: Datenblatt Exos 7E10 (englisch, PDF)
- ratioDB: amazon.de-Preise, Methodik